Gesamtlösung für die Verwaltungsdigitalisierung ITZBund baut OZG-Plattform auf

Autor: Julia Mutzbauer

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) mit seiner Fristsetzung Ende 2022 treibt die Digitalisierung der Verwaltung voran. Um die Implementierung von OZG-Diensten zu beschleunigen, hat das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Materna eine Digitalisierungsplattform aufgebaut.

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Die OZG-Plattform des ITZBund integriert die Basisdienste des Bundes in einer interoperablen Gesamtlösung
Die OZG-Plattform des ITZBund integriert die Basisdienste des Bundes in einer interoperablen Gesamtlösung
(© galina.legoschina – stock.adobe.com)

Ziel des Onlinezugangsgesetzes (OZG) ist es, dass Verwaltungsleistungen durchgängig digital und medienbruchfrei angeboten werden. Das ITZBund unterstützt dies, indem es die einzelnen Dienste des Bundes in einer interoperablen Gesamtlösung vereint. Nach den Angaben von Materna kann die Plattform auch an das Verwaltungsportal Bund angebunden werden.

Zudem können die persönliche Daten der Antragssteller über Single Sign On automatisiert in Antragsformulare übernommen und Zahlungsvorgänge digital abgewickelt werden. Bürger und Unternehmen können Verwaltungsleistungen über das FMS medienbruchfrei und vollständig digital beantragen. „Auf der Grundlage dieser OZG-Plattform können Bundesbehörden künftig schneller ihre OZG-Leistungen anbieten. Ein weiterer Vorteil der integrierten Diensteplattform ist, dass Bundesbehörden damit ihren eigenen Internet-Auftritt gestalten und zu einem eigenständigen Fachportal ausbauen können“, erklärt der IT-Dienstleister.

Für die Plattform stehen folgende Bausteine zur Verfügung:

  • die Content-Management-Lösung Government Site Bilder (GSB) als Portal,
  • das Nutzerkonto Bund,
  • die Plattform ePayBL als Bezahlkomponente,
  • die Lucom Interaction Platform (LIP) als Formular-Management-System (FMS),
  • Chatbot-Dienste für eine bessere Nutzerinteraktion und Verständlichkeit,
  • die E-Akte Bund als Kern der Verwaltungsdigitalisierung und
  • die künftige Anbindung an Register und Fachverfahren zur Leistungserbringung.

Die Verwendung etablierter Lösungen und Dienste soll bereits getätigte Investitionen schützen. Die Plattform sorgt zudem für eine nachhaltige Infrastruktur, die Frontend- und Backend-Dienste miteinander kommunizieren lässt.

„Wer ein Projekt zur OZG-Umsetzung startet, sollte Technologien für intelligente Formulare verwenden und auf eine durchgängige Integration von Backend-Prozessen achten. Der ‚Digitalisierungsprozess‘, den wir gemeinsam mit dem ITZBund aufbauen, erfüllt diese Ziele des OZG“, erläutert Johannes Rosenboom, Abteilungsleiter Sales, Marketing und Business Development im Geschäftsbereich Public Sector bei Materna. „Neben der technischen Plattform stehen bei Materna auch Digitalisierungsteams bereit, die die Bundesbehörden bei der Umsetzung ihrer OZG-Vorhaben konkret unterstützen.“

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Redaktion, eGovernment Computing