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Sachsen-Anhalt IT-Steuerung soll eGovernment unterstützen

| Redakteur: Manfred Klein

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat die von Staatsminister Rainer Robra vorgelegte IT-Strategie verabschiedet. Damit liegt ein umfassendes ressortübergreifendes Konzept zur Modernisierung der Informations- und Kommunikationstechnologie der Landesverwaltung vor. Ziel ist die Optimierung der IT-Steuerung in der Landesverwaltung im Zusammenspiel mit konkreten Umsetzungsmaßnahmen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Elementarer organisatorischer Bestandteil der IT-Strategie ist die Ausrichtung auf einen zentralen IT-Dienstleister für die gesamte Landesverwaltung. Die Landesverwaltung verfügt dann über einen Dienstleister, der vom Betreiben zentraler IT-Aufgaben bis hin zur Abwicklung von eGovernment-Prozessen alles erbringen wird und eine wesentliche Reduzierung der derzeit etwa 300 IT-Betriebsstätten möglich macht. So soll durch den Aufbau einer zentralen diensteorientierten IT-Architektur eine offene, skalierbare und sichere Basis für die Unterstützung der Prozesse der Landesverwaltung durch die IT geschaffen werden.

Zweiter Baustein der IT-Strategie ist die konsequente Standardisierung von Soft- und Hardware und der Einsatz von offenen Standards und Open-Source-Produkten in der Landesverwaltung. Bei allen IT-Verfahren hat die Verwendung von Standardsoftware und existierenden Lösungen Vorrang vor Neuanschaffungen oder Eigenentwicklungen.

Ein dritter Schwerpunkt liegt im Ausbau des IT-Controllings. Gerade der zielgerichtete Einsatz der jährlichen IT-Mittel in Höhe von über 50 Millionen Euro erfordert eine umfassende Steuerung aufgrund einheitlicher Vorgaben.

Weitere wichtige Bestandteile der IT-Strategie sind die Schaffung bestmöglicher Sicherheitsstandards sowie die Institutionalisierung der umfassenden Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen im Interesse der Bürger. Robra: „Die Menschen interessiert weniger, wer für was zuständig ist. Sie wollen ihre Verwaltungsangelegenheiten möglichst zügig und unbürokratisch online erledigen. Hier sind Land und Kommunen gleichermaßen gefordert. Das Land ist dabei insbesondere in der Pflicht, Standardlösungen zu entwickeln und den Kommunen anzubieten.“

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