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Marktzahlen und Prognose von IDC IT-Services-Markt legt weiter zu

| Redakteur: Katrin Hofmann

Trotz anhaltendem Kostendruck sollen IDC zufolge die Umsätze mit IT-Services in Deutschland weiter wachsen. Daneben haben die Marktforscher die Markttreiber herausgefiltert.

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Vom Steigflug bei den IT-Services-Umsätzen profitiert, wer die passenden Strategien gegen den Kostendruck hat.
Vom Steigflug bei den IT-Services-Umsätzen profitiert, wer die passenden Strategien gegen den Kostendruck hat.
( Archiv: Vogel Business Media )

5,1 Prozent mehr Umsatz sollen deutsche IT-Dienstleister bis Ende dieses Jahres mit IT-Services erwirtschaften. Einer Prognose des Marktforschers IDC zufolge würden damit dieses Jahr fast 38 Milliarden US-Dollar (Anm. d. Red.: ca. 24 Milliarden Euro) mit Outsourcing-Projekten, Beratung, Hard- und Software-Installation, Bereitstellung und Support umgesetzt – nach zirka 36 Milliarden US-Dollar (Anm. d. Red.: ca. 22,7 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr.

Dem nach wie vor anhaltendem Kostendruck, auch wenn sich dieser im Jahresvergleich leicht abgeschwächt hat, versuchen demnach derzeit gerade die großen Anbieter durch Nutzung von Near- (Verlagerung ins osteuropäische Ausland) und Offshore-Kapazitäten entgegenzuwirken. Auch dank Kombination mit Onshoring, die Verlagerung an Drittfirmen im Inland, wollen derzeit immer mehr Services-Anbieter den Anforderungen der Kunden an Qualität und Preis bestmöglich gerecht werden.

Besonders stark sollen dieses Jahr die beiden größten Segmente Systemintegration und Outsourcing zulegen. Kernziel der Unternehmen für das Outsourcing von IT-Projekten seien messbare und kurzfristig realisierbare Kostensenkungen. Allerdings erwarteten gerade die Anwender verstärkt auch »einen Mehrwert in Form der spürbaren und messbaren Unterstützung der Fachabteilungen«, so der Analyst Matthias Kraus. »Dabei geht es primär um das effiziente und kostengünstige Gestalten von Geschäftsprozessen.«

Im Bereich Systemintegration erwartet IDC unter anderem bei den applikationsbezogenen Projekten starkes Wachstum, unter anderem wegen der Migration auf SAP ERP 6.0. Der drittgrößte Services-Bereich, Deploy und Support, soll dieses Jahr stagnieren. Besonders der anhaltende Preisverfall bei Hardware sorge hier für geringere Nachfrage. Zum anderen sollen sich die Deploy- und Support-Umsätze in den Bereich Outsourcing verlagern.

(ID:2014059)