Cybersecurity und eGovernment IT-Planungsrat zieht Konsequenzen aus Prism, Tempora & Co.

Redakteur: Manfred Klein

Offenbar will der IT-Planungsrat auf seiner nächsten Sitzung Anfang Oktober in Müchen unter dem Eindruck der jüngsten Überwachungsskandale prüfen, wie sich der bisherige Kurs in Sachen IT-Sicherheit ausbauen lasse. Dabei sollen unter anderem die Ausschreibungs­bedingungen für die Verwaltungs-IT geprüft werden.

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Der IT-Planungsrat sorgt sich um die IT-Sicherheit Öffentlicher Verwaltungen
Der IT-Planungsrat sorgt sich um die IT-Sicherheit Öffentlicher Verwaltungen
(Foto: Andrea-Danti - Fotolia.com)

Deutschlands Verwaltung sicher im Cyberraum! – „Für dieses Ziel hat der IT-Planungsrat bereits wertvolle Vorarbeiten geleistet“, bilanzierte der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, nach einem Runden Tisch zur „Sicherheitstechnik im IT-Bereich“ im Bundesinnenministerium in Berlin mit Vertretern aus Wissenschaft, Verbänden und den Bundesländern.

Die Ergebnisse der Sitzung, die im Auftrag von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel durchgeführt wurde, sollen nun im Nationalen Cyber-Sicherheitsrat erörtert werden.

„In Deutschland und Europa muss die heimische IT-Sicherheitsindustrie hinsichtlich ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Vertrauenswürdigkeit gestärkt und weiter ausgebaut werden“, betonte Pschierer. Drei Handlungsfelder seien künftig besonders wichtig:

  • Die Koordinierung der Cybersicherheitsmaßnahmen der Verwaltung.
  • Angemessene und bezahlbare IT-Sicherheit für die Kommunen und den Mittelstand. Dabei komme es in einer zunehmend vernetzten Welt immer mehr auf den Schutz und die vertrauliche Übermittlung von Unternehmens- und Bürgerdaten an.
  • In der qualitativen Verbesserung des IT-Betriebs in der Öffentlichen Verwaltung bestehe Potenzial für mehr Sicherheit. Ein professioneller IT-Betrieb verlange qualifiziertes Personal mit zuverlässigen und vertrauenswürdigen Produkten in geregelten und nachvollziehbaren Prozessen.

„Die Abhängigkeit der Verwaltung von der Informations- und Kommunikationstechnologie ist in den letzten Jahren gewaltig gestiegen“, so Pschierer.

Daher sollten die Anstrengungen des Bundes und der Länder zu Konsolidierung und Professionalisierung des IT-Betriebs der Öffentlichen Verwaltung weiter intensiviert und mit den dafür notwendigen Haushaltsmitteln verstärkt werden.

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