20. Sitzung

IT-Planungsrat verständigt sich auf eGovernment-Portale

| Redakteur: Manfred Klein

IT-Planungsrat erzielt Fortschritte beim Projekt Verbundportale und der Digitalisierung des Asylverfahrens
IT-Planungsrat erzielt Fortschritte beim Projekt Verbundportale und der Digitalisierung des Asylverfahrens (Bild: © kebox - Fotolia)

Die Serviceportale von Bund, Ländern und Kommunen sollen künftig in einem Portalverbund miteinander verknüpft werden. Das hat der IT-Planungsrat auf seiner aktuellen Sitzung beschlossen. Bürger und Unternehmen sollen auf diese Weise unabhängig vom genutzten Portal Verwaltungsdienstleistungen benutzerfreundlich suchen und abrufen können.

Die Navigation in den Portalen soll auf den Nutzer ausgerichtet, sodass er möglichst schnell und einfach sein Anliegen adressieren kann. Kernelemente der Serviceportale sollen dabei Bürger- und Unternehmenskonten sein. Sie sollen es ermöglichen, dass Nutzer ihre Daten an einer Stelle speichern und so Mehrfacheingaben in Verwaltungsprozessen vermeiden können.

Dabei gilt immer: Der Nutzer entscheidet, ob er ein Bürger- oder Unternehmenskonto nutzen möchte und in jedem Einzelfall entscheidet er, ob seine gespeicherten Daten für den Vorgang genutzt werden sollen oder nicht.

Klaus Vitt, amtierender Vorsitzender des IT-Planungsrats und IT-Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sieht den IT-Planungsrat hier auf einem guten Weg: „Es gibt bereits viele vergleichbare Portale in der Öffentlichen Verwaltung. Wichtig ist nun, sie so miteinander zu verknüpfen, dass jeder Nutzer über das ihm bekannte Portal Zugriff auf sämtliche Dienstleistungsangebote hat.“

Unklar bleibt allerdings, was sich hinter der Formulierung „Die Navigation in den Portalen ist auf den Nutzer ausgerichtet“ verbirgt. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass nicht alle Bundesländer sich hier auf das bewährte Lebenslagenprinzip einlassen wollen.

Wie im Projekt zur Digitalisierung des Asylverfahrens setzt er dabei auf eine starke Kooperation zwischen Bund und Ländern. „Wir setzen auf bestehenden Komponenten auf. Dabei steht bei allen Aktivitäten der Nutzen für den Bürger und das Unternehmen im Vordergrund“, so Vitt weiter.

Das Projekt „Digitalisierung des Asylverfahrens“ konnte zur 20. Sitzung des IT-Planungsrats vermelden, dass sich mittlerweile alle Bundesländer bereits vollständig im Wirkbetrieb befinden und die Registrierung nunmehr flächendeckend mit dem neuen Verfahren durchgeführt werden kann.

Außerdem empfiehlt der IT-Planungsrat einen Leitfaden für die Gewinnung und Bindung von IT-Personal in der Öffentlichen Verwaltung zur Anwendung. Mit Praxisbeispielen versehen enthält er Anregungen und Tipps für Behörden, als attraktiver Arbeitgeber für IT-Fachkräfte in Erscheinung zu treten.

Um seine Präsenz in der Öffentlichkeit zu stärken, hat der IT-Planungsrat für drei Jahre seinen Gemeinschaftsstand auf der CeBIT bestätigt, wo Projekte von Bund, Ländern und IT-Planungsrat vorgestellt werden.

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