Bis 2. November 2018

IT-Planungsrat sucht Beiträge für nächsten Fachkongress

| Redakteur: Ira Zahorsky

Die Geschäftsstelle des IT-Planungsrats organisiert zusammen mit dem Gastgeberland auch den Kongress des IT-Planungsrats
Die Geschäftsstelle des IT-Planungsrats organisiert zusammen mit dem Gastgeberland auch den Kongress des IT-Planungsrats (Bild: © Finanzministerium Thüringen)

In vier Themenkomplexen will das diesjährige Gastgeberland des Fachkongresses ,Schleswig-Holstein, eine Plattform zum Ideenaustausch und für die Vernetzung bieten. Neu ist ein Showroom zum Thema Künstliche Intelligenz.

Beim 7. Fachkongress des IT-Planungsrates, der am 12. und 13. März 2019 in Lübeck stattfindet, diskutieren Verwaltungsexperten, Wissenschaftler und Praktiker beispielsweise über die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG), Sicherheit und Datenschutz im Rahmen der EU-DSGVO, Green-IT und Nachhaltigkeit sowie die Digitalisierung auf dem Lande. In diesem Jahr sollen wieder mehr Workshops und weitere Formate zum aktiven Mitgestalten angeboten werden.

Call for Papers

Interessierte aus den Kommunen, Landes- und Bundesverwaltungen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich mit Beiträgen beteiligen möchten, können ihre Workshop- und Vortragsvorschläge bis 2. November 2018 online einreichen. Beiträge, die aktiv die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einbeziehen und Einreichungen von Digitalisierungsexpertinnen sind besonders willkommen und werden bevorzugt berücksichtigt.

Themenschwerpunkte

Bei der Umsetzung des OZG ist es das gemeinsame Ziel, künftig jede technisch und rechtlich mögliche Verwaltungsleistung digital zu erbringen – vom Antrag bis zur Bewilligung und soweit wie möglich ohne Medienbrüche, manuelle Liegezeiten oder doppelte Datenbearbeitung. Mögliche Themenbereiche sind hier:

  • 575 Leistungen bis 2022:Verwaltung macht doch viel mehr – oder nicht?
  • Wie geht es mit dem Digitalisierungsprogramm des IT-Planungsrats weiter?
  • Antrag per Alexa, Angelschein auf dem Smartphone: Wie sehen moderne digitale Lösungen aus?
  • Recht und Organisation: Die IT ist fertig, der Rest ist zu langsam – warum eigentlich?
  • eAkte, digitale Fachverfahren und XÖV-Standards: Die Schwierigkeiten der digitalen Sachbearbeitung
  • Die Sachbearbeitung in der Verwaltung wird 2022 zu 80 Prozent automatisch erfolgen. Was machen die Kolleginnen und Kollegen dann? Welche Auswirkungen hat das auf unsere Arbeitswelt?

Beim zweiten Themenkomplex, IT-Sicherheit und Datenschutz, wären Beiträge zu folgenden Punkten denkbar:

  • Guter Datenschutz schafft Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern
  • Bürgerinnen und Bürger entscheiden souverän über die Erfassung, Speicherung, Verarbeitung und Nutzung ihrer Daten
  • Förderung der Datenschutz- und Medienkompetenzen der Bürgerinnen und Bürger
  • Datenschutzkonforme Digitalisierungsprojekte

Den Themen Green-IT und Nachhaltigkeit kommt auch im Zuge der Digitalisierung eine hohe Bedeutung zu, um mögliche Belastungen von Umwelt und Klima zu minimieren. Der Energieverbrauch ist zu senken und Digitalisierung ökologisch auszugestalten. Durch die Verknüpfung von technischen und organisatorischen Maßnahmen lassen sich optimale Ergebnisse im Bereich Energieeffizienz und Ressourcenschonung erzielen. Schon bei der IT-Beschaffung sind ökologische Kriterien sowie Sozialkriterien in der Herstellung bestmöglich zu beachten. Was müssen Digitalisierer jetzt und in Zukunft bedenken und beachten? Hier könnten sich die Veranstalter Teilnehmerbeiträge aus den Bereichen Umwelt- und ressourcenschonende Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik; Green-IT-Trends und Maßnahmen in der öffentlichen Verwaltung; Messung des Stromverbrauchs an Einzelarbeitsplätzen, Behörden und Rechenzentren; Videokonferenzen statt Dienstreisen; und Bund-Länder-Arbeitsprozesse zu Green-IT vorstellen.

Beispielhafte Themen für den vierten Themenbereich, Digitalisierung auf dem Lande, sind:

  • Das Land als attraktiver Arbeitgeber durch flexible Arbeitsformen
  • Verfahren zur Verarbeitung von optischen Massendaten in der Landwirtschaft
  • Smarte Agrarverwaltung
  • Breitband- und WLAN-Ausbau

Ein neuer Programmpunkt ist der KI-Showroom, in dem verschiedene Entwicklungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz vorgestellt, gemeinsam getestet und Weiterentwicklungen diskutiert werden sollen. Auch hierfür werden Teilnehmerbeiträge gesucht. Möglich wären Vorträge oder Workshops zu

  • Einsatzgebieten für Künstliche Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung
  • Chatbots – Prozessautomatisierung im Kundenservice der öffentlichen Verwaltungen
  • Smart Farming – Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft
  • Unterstützung von Planungsprozessen durch KI
  • Erkennen von Mustern in Daten zur Verbesserung von evidenzbasierter Politik

Weitere Informationen zu den Schwerpunktthemen finden Interessenten auch auf der Veranstaltungsseite des IT-Planungsrates.

Die Veranstaltung richtet sich grundsätzlich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltungen. Damit möchte der IT-Planungsrat eine offene fachliche Diskussion ermöglichen und „Vertriebsvorträge“ vermeiden. Etwaige inhaltliche Impulse von externer Seite, z.B. im Rahmen von Keynotes, sollen aber grundsätzlich möglich bleiben. Innerhalb des Teilnehmerkreises soll eine offene Kommunikation über Projekte, Projekterfolge und auch Projektrisiken stattfinden.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45555063 / Projekte & Initiativen)