eGovernment im Saarland

IT-Planungs- und Steuerungsgremium nimmt die Arbeit auf

| Redakteur: Manfred Klein

Startkonfiguration: Das neue IT-Planungs- und Steuerungsgremiums der saarländischen Landesverwaltung nahm im September seine Arbeit auf. Foto: Maurer/MFE
Startkonfiguration: Das neue IT-Planungs- und Steuerungsgremiums der saarländischen Landesverwaltung nahm im September seine Arbeit auf. Foto: Maurer/MFE (Foto: Maurer/MFE)

Das Saarland hat mit dem IT-Planungs- und Steuerungsgremiums (IT-PSG) vor einiger Zeit ein Gremium geschaffen, das verbindliche Beschlüsse für die IT der Landesverwaltung trifft. Nun hat das Gremium die Arbeit aufgenommen. IT-Beschaffungsmaßnahmen werden nun durch die Mehrheit aller Ressorts in der Landesverwaltung beschlossen.

Das IT-PSG nahm mit der konstituierenden Sitzung im September seine Arbeit auf. Das Gremium wurde auf Beschluss des saarländischen Ministerrates eingesetzt. Vorsitzender ist der Leiter des Zentralen IT-Managements (CIO) Dr. Hanno Thewes.

Das IT-PSG hat die Aufgabe, das IT-Landessystem- und Betriebskonzept weiterzuentwickeln und den Prozess der IT-Zentralisierung zu steuern. Bis 2016 sollen die Migration der bisher dezentralen IT der Ressorts abgeschlossen sein. Zudem bereitet das IT-PSG Entscheidungen von strategischer Bedeutung zur Beschlussfassung durch die Staatssekretärsrunde und den Ministerrat vor.

In dem Gremium sind neben der zentralen IT (IT-Innovationszentrum, IT-Dienstleistungszentrum (ZDV-Saar), Finanzministerium) die Ressorts mit je einem Vertreter präsent. Zudem sind die Personalentwicklungs- und Koordinationsstelle der Staatskanzlei, die Universitäten, die kommunale Seite (eGoZweckverband Saar), der Rechnungshof, der Datenschutz und die Personalvertretung beteiligt.

Beschlüssen muss jeweils die Mehrheit der Ressorts zustimmen. Damit soll gewährleistet werden, dass die Interessen der einzelnen Ministerien und nachgeordneten Behörden bei der Zentralisierung der IT angemessen berücksichtigt werden.

Bei der Weiterentwicklung der IT im Saarland wurden die Entscheidungsprozesse gestrafft und standardisiert. Soll künftig eine neue IT-Komponente eingeführt werden, wird das IT-Innovationszentrum (IT-I) unter Leitung von IT-I-Chef Gerhard Werth prüfen, ob die gewünschte Funktionalität mit im Landessystemkonzept vorhandenen Modulen umgesetzt werden kann.

Nach dieser Kompatibilitätsprüfung erstellt das IT-I dann einen Beschlussvorschlag an das IT-PSG. Dieses muss dann mit Mehrheit der Stimmen angenommen werden, bevor die technische Umsetzung durch das IT-Dienstleistungszentrum (derzeit noch ZDV Saar) unter Leitung von Johannes Barth erfolgt, der regelmäßig dem Gremium berichtet.

Für den Fall, dass im IT-Planungs- und Steuerungsgremium ein oder mehrere Ressorts mit einem Beschluss nicht einverstanden sind, dann kann die Frage in die Staatssekretärsrunde eskaliert werden.

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