eGovernment in Sachsen-Anhalt

IT-Infrastruktur als Basis von erfolgreichem eGovernment

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: finanzministerium Sachsen-Anhalt)

Seit Oktober 2012 verfolgt Sachsen-Anhalt ein langfristiges Konzept zur Umsetzung ihrer eGovernment-Pläne. Mit der Strategie beweist das relativ kleine Bundesland, dass man – einen langen Atem vorausgesetzt – auch mit überschaubaren finanziellen Mitteln auf Augenhöhe mit den großen Bundesländern unterwegs sein kann.

Zur Umsetzung wird die bis 2020 angelegte eGovernment-Strategie jährlich an die technischen und politischen Entwicklungen angepasst. Um sich diesen Handlungsspielraum zu schaffen, suchte das Land Sachsen-Anhalt Anfang 2014 den Schulterschluss mit Dataport. Die Anstalt des öffentlichen Rechts ist seitdem der zentrale IT-Dienstleister des Landes Sachsen-Anhalt. Diese Zusammenarbeit versetzte das Land in die Lage, die finanziellen Mittel für den Ausbau von eGovernment in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen.

Schulterschluss mit Dataport

In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit zwei Dataport-Standorte, das sind die ehemaligen Landesrechenzentrumsstandorte in Magdeburg und in Halle. Nach der Ratifizierung des Staatsvertrags zum Beitritt Sachsen-Anhalts wurde als erstes Verfahren das Fachverfahren der Steuerverwaltung erfolgreich vom Landesrechenzentrum in Magdeburg in das von Dataport betriebene Data Center Steuern (DCS) in Rostock überführt. 3.500 Arbeitsplätze in den 14 Finanzämtern Sachsen-Anhalts sind nun an das DCS angeschlossen.

Damit konnte bereits einen Monat nach dem Abschluss des Beitrittsverfahrens zum Dataport-Verbund das erste große Migrationsprojekt erfolgreich abgeschlossen werden. Das Data Center Steuern verarbeitet nun die Daten von rund 17 Millionen Steuerbürgern aus den sechs Trägerländern von Dataport.

Die vollständige Migration der IT-Infrastruktur des Landesrechenzentrums (LRZ) zu Dataport soll bis zum 31. Dezember 2016 abgeschlossen sein. Nach Abschluss der Integration des LRZ in Dataport wird die Niederlassung Sachsen-Anhalt auch Leistungen für Kunden in den anderen Trägerländern erbringen.

Einige zentrale IT- und eGovernment-Projekte, die im Land Sachsen-Anhalt in den kommenden Monaten und Jahren anstehen, stellt eGovernment Computing im Folgenden kurz vor.

Ausbau und Erneuerung des Landesdatennetzes

Die Aufgabenerledigung der Behörden und die Ausweitung des eGovernment-Potenzials erfordern ein leistungsfähiges Landesdatennetz. Das Land Sachsen-Anhalt ist gerade dabei, das Landesdatennetz von 1993 grundlegend zu erneuern. Das Vergabeverfahren einer europaweiten Ausschreibung ist derzeit in vollem Gange.

Spätestens 2017 soll das neue Landesnetz als Next Generation Network (NGN) sowohl die Daten- als auch die Sprachkommunikation der Landesverwaltung in Sachsen-Anhalt durchgängig mittels Internetprotokoll (IP) über die gleiche Netzwerkinfrastruktur übertragen werden.

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