Statt CO2 mehr Effizienz

IT-Dienstleister der Kirchen setzt auf Umweltschutz

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Plattform für neue Geschäftsfelder

Skalierbarkeit spielt im neuen ECKD-Rechenzentrum nicht nur deshalb eine Rolle, weil eine stetig wachsende Kundenzahl zu betreuen ist, sondern ist auch für die Erweiterung des Portfolios wichtig. So ist beispielsweise bereits der Cisco Unified Communications Manager installiert – zunächst als hauseigene Plattform für Voice-over-IP. „Außer unseren klassischen Angeboten für das kirchliche Melde-, Personal- sowie Finanzwesen und den IT-Services-Bereich können wir damit künftig auch IP-Telefonie und andere Collaboration-Formen als Managed Services anbieten“, plant Michael Otto.

Kleine Gemeinden wie auch kirchliche Spitzeninstitutionen können dann innovative Lösungen über ihren gesicherten ECKD-Kirchenanschluss als bedarfsgerechte Dienstleistung in Anspruch nehmen. Vor Ort wird dafür keinerlei spezielle Infrastruktur gebraucht. Stattdessen bringt das Netzwerk die gewünschten Funktionen ohne Einstiegsinvestition ins Haus. In der Sprache der Betriebswirtschaft ausgedrückt: An die Stelle meist schwer kalkulierbarer variabler Ausgaben treten planbare Fixkosten.

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Darüber hinaus bietet netzwerkbasierende Collaboration auch weitreichende ökologische Chancen. Denn neben Sprachsignalen überträgt die IP-basierende ECKD-Plattform auch jede andere Art von digitalisierter Information – insbesondere Videobilder. „Cisco Unified Communications ermöglicht damit unterschiedlichste Formen integrierter Audio-, Web- und Videokonferenzen“, erläutert Dorothe Brohl, Account Manager bei Cisco. „Kirchliche Organisationen können die standortübergreifende Zusammenarbeit intensivieren und auf diese Weise ihre Reisetätigkeit einschränken“, so Brohl. Nicht umsonst gilt Collaboration heute als einer der wichtigsten Hebel, um reisebedingte CO2-Emssionen in fast allen Lebensbereichen zu minimieren.

Gelebte Partnerschaft

Was macht einen ECKD-Kirchenanschluss so sicher? Wie bleiben sensible Daten und vertrauliche Kommunikationsinhalte geschützt? „Durch die Cisco Adaptive Security Appliance ASA 5500“, antwortet Gottfried Ostendorf, Sales Manager IT im Vertriebsteam Kirchen und Soziales von T-Systems. „ASA 5500 vereint wichtige Sicherheitsfunktionen wie Firewalling, Datenverschlüsselung und Netzwerkauthentifizierung in einem hochkompakten, effizient administrierbaren Netzwerkgerät. Die Integration möglichst vieler Dienste in das Netzwerk reduziert übrigens erneut den Energieverbrauch und ist ein weiterer Mosaikstein für die Green-IT-Ambition des ECKD.“

T-Systems agiert als Generalunternehmer für das ECKD und hat in dieser Rolle Anteil an Planung, Design und Implementierung des neuen Rechenzentrums. „Es ist ja keineswegs selbstverständlich, dass ein Dienstleister wie wir, sich für hochinnovative Technologien entscheidet, die eben erst ihre Marktreife erlangt haben“, kommentiert Michael Otto.

„Wir waren uns der Risiken wohl bewusst und haben den Schritt dennoch gewagt. Möglich war das nur mit einem Partner wie T-Systems an der Seite, der ein Gutteil dieser Verantwortung übernahm und – wo notwendig – weitere Technologiepartner mit ins Boot holte.“ Nur derart zukunftsorientierte Anwender, die nicht erst abwarten, bis innovative Technologien sich bei anderen bewährt haben, geben eben diesen Technologien eine Chance, den Markt schnell zu erobern – zum Wohle der Kunden und der Umwelt.

Dr. Kirsten Wiese

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