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Die Virtualisierung zu Ende gedacht

Neues Rechenzentrum – was so bescheiden klingt wie eines unter vielen – ist in Wahrheit ein Innovationsexempel, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Die Architektur der ECKD-Hightech-Zentrale hat kaum noch etwas gemein mit dem klassischen Aufbau eines herkömmlichen Rechenzentrums. Sie basiert stattdessen auf dem Cisco-Modell Data Center 3.0, womit insbesondere physische Abhängigkeiten zwischen Serverhardware, Speichersystemen und Netzwerk weitgehend aufgehoben sind.

„Dank umfassender Virtualisierung, die sich auf alle Infrastrukturebenen erstreckt, können sich ineffiziente und unflexible Silostrukturen erst gar nicht bilden“, erläutert Michael Otto.

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„Virtualisierung erlaubt eine klare Trennung der logischen Sicht von der physischen Ebene. Verschiedene Kundenanwendungen können dadurch flexibel, ihrem momentanen Bedarf gemäß, mit Rechenleistung und Speicherplatz versorgt werden.“ Je weiter die Virtualisierung im Rechenzentrum fortschreitet, desto höher steigt der Auslastungsgrad von Prozessor-, Storage- und Netzwerkressourcen. Entsprechend weniger ungenutzte IT-Kapazitäten müssen in Betrieb gehalten und stromintensiv gekühlt werden, was wiederum Investitions- und laufende Kosten nachhaltig begrenzt.

Zu den innovativsten Bausteinen der ECKD-Architektur zählen nach Michael Ottos Meinung das Cisco Unified Computing System (UCS) und die virtuellen Cisco-Switches Nexus 1000V.

„Strategien zur IT-Virtualisierung gibt es viele, aber keine davon hat Virtualisierung so konsequent zu Ende gedacht wie Cisco UCS in Verbindung mit VMware vSphere 4“, ist der Bereichsleiter überzeugt. Das Unified Computing System vereinheitlicht das Management für virtualisierte Server-, Storage- und Netzwerkressourcen in einem kompakten System, das sich äußerlich – abgesehen von der Verkleinerung – kaum von einem gängigen Achter-Blade-Rack unterscheidet.

„Im UCS jedoch sind Blade-Server extrem dicht gepackt“, so Michael Otto weiter. „Wir bringen auf derselben Rack-Fläche doppelt so viele leistungsfähige Blades unter wie früher und verringern so beträchtlich unseren Kühlungsbedarf. In älteren Rechenzentren läge der Stromverbrauch bei gleicher Rechenleistung um das Vierfache höher.“

Selbst Switches werden virtuell

Die Entscheidung für die Cisco-Architektur Data Center 3.0 wurde gerade auch von derartigen ökologischen Erwägungen mitbestimmt. Innovative IT, so lautet die Auffassung des ECKD, kann einen entscheidenden Beitrag leisten zur Reduktion von klimaschädlichen CO2-Emissionen.

Virtualisierung in dieser oder jener Form wird heutzutage weltweit in tausenden Rechenzentren praktiziert. Aber: Virtualisierung ist nicht gleich Virtualisierung. Vielerorts mündet der Versuch, IT-Ressourcen besser auszulasten, in unerwartet steigende Komplexität. Denn oftmals bieten unterschiedliche Lösungen für verschiedene Infrastrukturbereiche keine hinreichend integrierten Managementschnittstellen. Das erhoffte Plus an Flexibilität bleibt dann Illusion; der höhere Auslastungsgrad wird durch steigenden Administrationsaufwand erkauft.

Genau dies bleibt beim ECKD dank der ganzheitlichen Virtualisierungsstrategie ausgeschlossen – wie Michael Otto am Beispiel der virtuellen Switches Cisco Nexus 1000V erläutert: „Es handelt sich hierbei um eine reine Software-Implementierung, die nahtlos in die VMware-Virtualisierungslösung vSphere für ESX-Server eingebettet ist. Wir können richtlinienbasierende Netzwerk-Services, wie man sie von Hardware-Switches kennt, auch auf jede virtuelle Maschine anwenden.

Die virtuellen Server selbst lassen sich mit ihrer Netzwerkanbindung bei laufendem Betrieb nahezu beliebig auf der physischen Serverfarm hin und her verschieben. Auch deren Wartung erfolgt absolut unterbrechungsfrei.“ Ein virtueller Nexus-Switch wird gemeinsam und daher hocheffizient mit anderen Cisco Nexus- und Catalyst-Switches verwaltet und bietet zudem sehr einfache Skalierungsmöglichkeiten.

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