SOA als Werkzeug der Organisationsreform

IT-Architektur erfolgreich gewandelt

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Fazit: Große Chancen, wenn die Risiken erkannt werden

Aus Sicht der DRV ist eine breite Akzeptanz, die sich durch sämtliche Organisationseinheiten und Hierarchiestufen zieht, entscheidend für die erfolgreiche Einführung einer SOA. Die konsequente Unterstützung und Koordination durch die Unternehmensleitung und andere Leitungsinstanzen spielt eine zentrale Rolle. Eine SOA bietet einen hohen Nutzen für Kunden, Auftraggeber und die IT. Die IT kann schnell und flexibel auf Kundenwünsche reagieren und dabei die Kompetenz der Fachexperten auf Kundenseite einbeziehen. Deshalb sind konkrete Absprachen und eine intensive Zu-sammenarbeit sehr wichtig.

Weitere Erfolgsfaktoren sind ein methodisches Vorgehen und ein gemeinsames Verständnis aller Beteiligten über die Terminologie und Konzepte. Dies erfordert eine intensive Kommunikation und eine Ausbildung aller Beteiligten. In der DRV wurde ein rollenbasierendes Ausbildungskonzept definiert, auf dessen Basis eine breite, trägerübergreifend einheitliche Grundausbildung sowohl in der Technologie (Java EE) als auch zu SOA durchgeführt wurde. Dabei ist darauf zu achten, dass die Ausbildung zeit- und praxisnah an den aktuellen Aufgaben ausgerichtet wird.

Um die Komplexität der Einführung und späterer Weiterentwicklungen einer SOA zu reduzieren, ist ein iteratives und inkrementelles Vorgehen notwendig. Eine gute Orientierung bietet der Rational Unified Process (RUP), aber auch traditionelle Modelle wie das Spiralmodell.

Beim Vorgehen gilt es, klein einzusteigen und in kleinen und überschaubaren Schritten voranzugehen. So bleibt sichergestellt, dass jederzeit eine konsolidierte IT-Infrastruktur zur Verfügung steht. Außerdem ist vor jedem Schritt die „Reife“ des Unternehmens zu berücksichtigen: Einerseits müssen sämtliche Mitarbeiter inhaltlich und organisatorisch dort abgeholt werden, wo sie stehen, und andererseits muss die bestehende IT-Infrastruktur die Ausgangsbasis für Erweiterungen, Anpassungen oder Umbauten bilden.

In der DRV wird deutlich, dass die SOA den organisatorischen und inhaltlichen Umbau (Organisationsreform der gesetzlichen Rentenversicherung) ideal unterstützt. Das gilt nicht nur für die Integration und schrittweise Migration der Bestandssysteme, sondern auch für die Entwicklung eines Beteiligungsmodells für alle Rentenversicherungsträger einschließlich der Rechenzentren, in dem eine adäquate Aufgabenaufteilung definiert werden kann.

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