SOA als Werkzeug der Organisationsreform

IT-Architektur erfolgreich gewandelt

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Klare Strukturen

Die Anbindung von Diensten an die IP als Web-Service (SOAP) ist zwar ein häufig genutzter und zitierter Weg der Anbindung an die IP, aber nicht der einzige. Grundsätzlich kommen auch andere Protokolle wie JMS, RMI oder HTTP in Frage. Zur Anbindung von Web Services (WS) werden die Spezifikationen von OASIS und die Profile des WS-I berücksichtigt sowie das Web Service Invocation Framework (WSIF) von Apache verwendet. Eine zentrale Anforderung ist in der DRV die dienstübergreifende Transaktionssicherheit. Da für die WS-Transaction-Spezifikation von OASIS bisher noch keine praktikable Lösung angeboten wird, muss darauf geachtet werden, dass hier transaktionssichere Verbindungen über die IP hergestellt werden können. In der DRV werden dazu RMI und die Transaktionsmonitore UTM und CICS eingesetzt.

Das SOA-Rollenkonzept und das Vorgehensmodell der DRV-IT ermöglichen eine klare Aufteilung der Arbeiten im Entwicklungsprozess zwischen Fach- und Entwicklungsbereich sowie dem Betrieb. Die erhöhte Bedeutung des Fachbereichs zeigt sich in dem neuen Zyklus zur Fachanalyse und -modellierung (Entwicklung der Facharchitektur). Neu ist der Zyklus zur Entwicklung der Betriebsinfrastruktur, die aus Hardware, Betriebssystemen, Datenbanken, Application-Servern usw. besteht.

Am Anfang des Entwicklungsprozesses erfolgt – ausgehend von einer fachlichen Anforderungsdefinition – in der Facharchitektur eine detaillierte Beschreibung der Geschäftsprozesse und der Services aus fachlicher Sicht. Auf dieser Basis werden in der Anwendungsentwicklung die technischen Anforderungen an die IT-Infrastruktur ermittelt, die durch eine Software- und Betriebsinfrastruktur umgesetzt werden. Bei der Entwicklung der Software-Infrastruktur werden die technischen Anforderungen analysiert und daraus Anforderungen an die Betriebsinfrastruktur abgeleitet.

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