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iSCSI | Internet SCSI | Internet Small Computer Systems Interface

| Redakteur: Gerald Viola

iSCSI ist die Abkürzung für Internet SCSI (Small Computer System Interface), ein auf dem Internet Protocol (IP) basierenden Speichernetzwerkstandard für die Verknüpfung von Datenspeichereinheiten,

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iSCSI ist die Abkürzung für Internet SCSI (Small Computer System Interface), ein auf dem Internet Protocol (IP) basierenden Speichernetzwerkstandard für die Verknüpfung von Datenspeichereinheiten, der vom Internet Engineering Task Force (IETF) entwickelt wurde.

Indem man das blockbasierende SCSI-Protokoll per iSCSI-Verkapselung für den Transport über IP-Netzwerke befähigt, wurde es möglich, Speichersysteme auch über Ethernet und theoretisch weltweite Distanzen anzusprechen. In der Praxis reagieren viele Anwendungen allerdings allergisch, wenn die Antwort des Speichersystems nicht innerhalb von Millisekunden erfolgt.

Das iSCSI-Protokoll gilt vielen dennoch als Schlüsseltechnologie, von der man annimmt, dass sie die schnelle Entwicklung des Speichernetzwerk (Storage Area Network – SAN) -Marktes vorantreiben wird. Weil IP-Netzwerke allgegenwärtig sind, kann iSCSI für die Übertragung der Daten über LANs (Local Area Networks) WANs (Wide Area Networks) oder das Internet verwendet werden, wobei es eine vom Standort unabhängige Speicherung und Wiederherstellung der Daten ermöglicht.

Wie iSCSI funktioniert:

Wenn ein End-User oder eine Anwendung eine Anforderung stellt, generiert das Betriebssystem die entsprechenden SCSI-Befehle und die Daten-Requests, die dann verkapselt und bei Bedarf verschlüsselt werden. Ein Paket-Header wird hinzugefügt, bevor die resultierenden IP-Pakete über eine Ethernet-Verbindung übertragen werden. Wenn ein Paket eintrifft, wird es bei Bedarf entschlüsselt und disassembliert, um die SCSI-Befehle und die Anforderung zu trennen. Die SCSI-Befehle werden zum SCSI-Controller und von dort aus zum SCSI-Speichergerät weitergeleitet. Weil iSCSI bidirektional ist, kann das Protokoll auch dafür verwendet werden, die Daten in Beantwortung der ursprünglichen Anforderung zurückzusenden.

iSCSI ist eine von zwei wichtigen Ansätzen für die Übertragung zu speichernder Daten über IP-Netzwerke; die andere Methode, Fibre Channel over IP (FCIP), übersetzt Fibre Channel-Steuercodes und -Daten in IP-Pakete, die dann zwischen entfernten Fibre Channel-SANs übertragen werden. FCIP (auch unter dem Namen Fibre Channel-Tunneling oder Storage-Tunneling bekannt) lässt sich nur in Verbindung mit der Fibre Channel-Technologie einsetzen; im Gegensatz dazu kann iSCSI über bestehende Ethernet-Netzwerke betrieben werden. Einige Hersteller – darunter Cisco, IBM und Nishan – haben auf iSCSI-basierende Produkte eingeführt (beispielsweise Switches und Router).

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