Moderne Schulen mit STARK III

Investitionsprogramm zur Modernisierung von Kitas und Schulen

| Autor / Redakteur: Andreas Altmann / Manfred Klein

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. (Foto: auremar Fotolia.com)

Mit STARK III hat Sachsen-Anhalt im Mai 2012 eines der zentralen Investitions­vorhaben für die Kommunen und auch für die regionale Wirtschaft in diesem Jahrzehnt begonnen. Alle bestandsfähigen Schulen und Kindertagesstätten sollen bis zum Jahr 2019 energetisch saniert und mit IT modernisiert werden. Insgesamt soll das Programm, das von der EU erheblich gefördert wird, rund 600 Millionen Euro umfassen.

Hochmoderne Schulen und Kindertagesstätten stellen einen immensen Standortvorteil im Wettbewerb der Regionen dar. Mit der Erneuerung des Landeskommunikationsnetzes ITN-XT werden zusätzlich zu STARK III alle Schulen einen Breitbandanschluss erhalten.

Die derzeit gewachsenen heterogenen IT-Architekturstrukturen in den Schulen, regionalen Medienstellen und bei Schulträgern verursachen hohe personelle und finanzielle Aufwendungen, um die vorhanden IT-Systeme über ihre jeweiligen Ressortgrenzen hinweg zu koppeln.

Ausgehend von den bildungsstrategischen Ziele­n des Landes Sachsen-Anhalt müssen die schulspezifischen Ansätze harmonisiert werden, um eine effiziente Kopplung der Verwaltungs-, Anwendungs- und Technologie-Architektur der einzelnen Organisationen abzuleiten und so eine homogene Gesamt-Schul-Architektur in Sachsen-Anhalt zu erreichen. Angesichts der aktuellen Option auf eine Schulverwaltungssoftware wird eine Standardisierung faktisch unumgänglich.

In den Vordergrund müssen neue Netzwerke treten, die es den unterschiedlichen Akteuren und Rolleninhabern ermöglichen, aufwandsreduziert in unterschiedliche Beziehungen zu treten. Die Trennung in Information, Kommunikation und Transaktion verschmilzt: Gegenstand der Betrachtung werden Inhalt und Thema. Insofern erlebt der Begriff Multimedia eine neue Identität. Am Bereich der Bildung mit seinen diversen Wirkungsfeldern frühkindliche, Schul-, Berufsausbildungs-, universitäre, Fort- oder Weiterbildung, neue Methoden wie E-Learning und Medienkompetenz lässt sich die Komplexität „Intelligenter Netze“ erahnen.

Und gerade die derzeitige IT-Sicherheits- und Datenschutzlage gebietet es, eine umfangreiche Strukturänderung in die Schulen zu übertragen. Aufgrund der jetzigen Fördermöglichkeit besteht die einmalige Chance, die Schulen in Sachsen-Anhalt mit einem einheitlichen, technologischen Mindeststandard auszustatten.

Die immer komplexer werdenden IT-Sicherheitslösungen erfordern zudem eine ausreichend aktuell geschulte Administration. Eine einheitliche Ausstattung birgt die Vorteile einer zentralen Steuerung. So können in den Schulen personelle Ressourcen im Lehrerkollegium geschont werden. Die zuständigen Lehrer für die IT-Betreuung können sich somit wieder ihrer primären pädagogischen Aufgabe – der Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung – widmen. Administrative Aufgaben bezüglich der Netzinfrastrukturen und Rechentechnik bleiben Experten vor­behalten.

Ein weiterer Aspekt ist die potenzielle finanzielle Entlastung der kommunalen Haushalte hinsichtlich der Beschaffung der Infrastrukturkomponenten, da das Land in die Lage versetzt wird, über Rahmenvereinbarungen einheitliche und damit einhergehend kostengünstige Komponenten – auch in zukünftigen Förderperioden – den Schulen zur Verfügung stellen zu können.

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