Bitkom-Umfrage unter Kindern und Jugendlichen

Internet toppt TV als Nachrichtenquelle

| Redakteur: Ira Zahorsky

Das Internet als Nachrichtenquelle verdrängt bei den Jugendlichen das Fernsehen von Platz eins.
Das Internet als Nachrichtenquelle verdrängt bei den Jugendlichen das Fernsehen von Platz eins. (© Stuart Miles - Fotolia.com)

Für 85 Prozent der 16- bis 18-Jährigen ist das Internet das Nachrichtenmedium Nummer eins und überholt damit das Fernsehen, das mit 81 Prozent auf den zweiten Rang kommt. Dies ergab eine Umfrage des Bitkom unter 688 Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren.

Bei den 16- bis 18-Jährigen ist das Internet als Informationsquelle inzwischen wichtiger als das Fernsehen, das 81 Prozent nutzen. 60 Prozent hören tagesaktuelle Nachrichten im Radio und 55 Prozent lesen gedruckte Zeitungen oder Zeitschriften. „Das Internet löst die klassischen Medien als wichtigste Informationsquelle für aktuelle Nachrichten schrittweise ab“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Daneben bleiben Fernsehen, Hörfunk und Printmedien zentrale Bestandteile im Medienmix der Verbraucher.“

Im Internet sind wiederum soziale Netzwerke die wichtigste Nachrichtenquelle für die Jugendlichen. Laut Umfrage informieren sich fast zwei Drittel (63 Prozent) der 16- bis 18-Jährigen über soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter. „Soziale Netzwerke sind heute die wichtigste Plattform für den Austausch von aktuellen Informationen unter den Jugendlichen, indem sie Links zu Artikeln, Videos oder Fotos untereinander teilen“, sagt Rohleder.

Immerhin 54 Prozent der befragten Jugendlichen informieren sich direkt auf den Online-Seiten von Medien oder anderen Nachrichtenanbietern. Gut ein Fünftel (21 Prozent) nutzt Video- oder TV-Angebote im Netz und ebenso viele informieren sich in Foren oder Blogs. 16 Prozent hören Webradio oder Podcasts.

Kinder sehen Nachrichten noch am Fernseher

Die Umfrage hat auch gezeigt, dass der Einstieg in die Nachrichtenwelt über die klassischen Medien erfolgt. Von den 10- bis 11-Jährigen informieren sich 76 Prozent im Fernsehen, 55 Prozent im Radio, 42 Prozent in Zeitungen oder Zeitschriften und nur 17 Prozent im Internet. Weitere 17 Prozent informieren sich in dieser Altersgruppe gar nicht über das Tagesgeschehen.

„Mit der zunehmenden Online-Erfahrung der Jugendlichen steigt die Bedeutung des Internets als Nachrichtenquelle“, sagt Rohleder. Bei den 12- bis 13-Jährigen informieren sich bereits 49 Prozent im Internet (TV: 76 Prozent, Radio: 57 Prozent) und bei den 14- bis 15-Jährigen 67 Prozent (TV: 81 Prozent, Radio: 54 Prozent). Bei den älteren Jugendlichen zieht das Internet schließlich an Fernsehen sowie Hörfunk und Printmedien vorbei.

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