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News Interessenbekundungsverfahren: Bund sucht 115-Modellregionen

Redakteur: Gerald Viola

Auf dem nationalen IT-Gipfel am 18. Dezember 2006 in Potsdam hatte Bundeskanzlerin Merkel angeregt, zur weiteren Modernisierung von Verwaltungsdienstleistungen eine bundeseinheitliche

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Auf dem nationalen IT-Gipfel am 18. Dezember 2006 in Potsdam hatte Bundeskanzlerin Merkel angeregt, zur weiteren Modernisierung von Verwaltungsdienstleistungen eine bundeseinheitliche Service-nummer zu schalten, unter der sich die Bürger mit ihren Anliegen an die Verwaltung wenden können. Nachdem Verwaltung, Politik und Medien dieses Signal der Bundeskanzlerin positiv aufgenommen haben, beauftragten die eGovernment-Staatssekretäre von Bund und Ländern am 19. März 2007 den Bund und Hessen ein Projekt zur Einführung einer einheitlichen Behördenrufnummer zu initiieren. Bis Ende 2007 sollen nun die Grundzüge einer Strategie zur Einführung der einheitlichen Behördenrufnummer erarbeitet werden. Danach sollen die notwendigen zentralen Komponenten entwickelt und ver-schiedene Pilotprojekte in ländlichen und städtischen Regionen sowie Ballungszentren durchgeführt werden. In diesen Prozess sollen die interessierten Modellregionen von Be¬ginn an eingebunden werden. Insbesondere sollen die Erfahrungen mit bestehenden Servicecentern in die Strategieentwicklung und Erprobung einfließen. Zu diesem Zweck führen das Bundesministerium des Innern und das Hessische Ministerium der Finanzen ein Interessenbekundungsver-fahren durch, mit dem die für eine Erprobung besonders geeigneten Servicecenter ausgewählt werden sollen.Folgende Erwartungen werden an die Modellregionen, die an der Erprobung teilnehmen möchten, gestellt:Idealerweise nehmen am Pilotbetrieb heute schon existierende telefonische Servicecenter auf Landes- oder kommunaler Ebene teil.Alternativ können auch Servicecenter, die sich im Aufbau be-finden oder bis Frühjahr 2008 aufgebaut werden, teilnehmen. Pilot-Servicecenter haben neben ausgebildeten Mitarbeitern eine entsprechende Servicecenter-Infrastruktur, die mit zentralen Komponenten verknüpft werden kann. Bereitschaft zu notwendigen Investitionen in den eigenen Bürgerservice. Klares politisches Bekenntnis der Kommunen und der Landesebene zur Mitwirkung am D115 Pilotbetrieb. Bereitstellung eines Projektteams für den Aufbau und die Integration des Pilot-Servicecenters in den ebenenübergreifenden Verbund. Jedes Bundesland ist aufgerufen, bis Ende Juli 2007 einen An-sprechpartner zu benennen, der die Auswahl der Modellregionen im jeweiligen Bundesland koordinieren soll. Die Auswahl der Modellregionen soll Ende September abgeschlossen sein.

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