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Gesundheitsdaten Interesse an Chip-Implantaten wächst

| Autor: Ann-Marie Struck

Ein Chip unter der Haut, der Temperatur, Blutdruck und Puls misst. Science-Fiction? Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom kann sich bereits jeder dritte Befragte in Deutschland vorstellen, sich einen solchen Chip implantieren lassen.

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Implantate können beispielsweise den Alltag von Diabetikern deutlich vereinfachen
Implantate können beispielsweise den Alltag von Diabetikern deutlich vereinfachen
(© Aleksej - stock.adobe.com)

Überwachung gesundheitlicher Daten mithilfe von Implantaten klingt für viele noch nach ferner Zukunft. Einer Studie des Bitkom zufolge haben bereits 68 Prozent der Befragten schon einmal von dieser Möglichkeit gehört. Das sind 26 Prozent mehr als noch 2014. Heute können sich sogar schon 32 Prozent vorstellen, sich einen Chip zur Erfassung gesundheitlicher Paramter einsetzen zu lassen. Vor fünf Jahren waren das nur 19 Prozent.

Interessanterweise ist das Interesse daran unter älteren Menschen besonders groß. Der Studie zufolge haben 40 Prozent der Generation 65 Plus und 36 Prozent der 50- bis 64-Jährigen sich mit dieser Methodik schon einmal befasst. Zum Vergleich haben sich von den 16- bis 29-Jährigen nur 22 Prozent damit auseinandergesetzt.

„Die Akzeptanz für Chip-Implantate ist erstaunlich hoch – besonders in der älteren Generation“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Bei älteren Menschen könnte ein implantierter Chip bereits sehr konkret den Alltag verbessern, etwa, wenn bei verschlechterten Werten der behandelnde Arzt oder im Fall der Fälle automatisch ein Notruf abgesendet wird. So kann ein längeres eigenständiges Wohnen in den eigenen vier Wänden möglich werden.“

Ein Anwendungsbereich für Chip-Implantate ist beispielsweise die Messung des Blutzuckerspieles und dadurch automatisierte Insulin-Abgabe. Dabei bieten heute schon Gesundheitsapps, Fitnesstracker oder Blutdruckmessgeräte die Möglichkeit Gesundheitsdaten selbst zu messen und auszuwerten. Die an das Smartphone oder Tablet übermittelten Werte können abgespeichert und ein zeitlicher Verlauf der Parameter analysiert werden. Auch der Blutzuckerspiegel, die Körpertemperatur und das eigene Gewicht lassen sich in ähnlicher Form ermitteln, digital auswerten und speichern.

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 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin