Angebot des Statistischen Bundesamt zur Coronakrise Interaktives Daten-Portal mit faktenbasierten Informationen

Autor: Julia Mutzbauer

Besonders in Zeiten wie der Coronakrise spielen zuverlässige Informationen eine wichtige Rolle für eine objektive und unabhängige Meinungsbildung. Deshalb bündelt das Statistische Bundesamt (Destatis) aktuelle Daten zu den Themenbereichen Wirtschaft und Finanzen sowie Gesundheit und Mobilität in einem interaktiven Portal.

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Mit dem „Dashboard Deutschland“ will der Bund zu einem faktenbasierten und demokratischen Diskurs beitragen
Mit dem „Dashboard Deutschland“ will der Bund zu einem faktenbasierten und demokratischen Diskurs beitragen
(© m.mphoto – stock.adobe.com)

Nach den Angaben von Destatis bietet das im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) entwickelte „Dashboard Deutschland“ bereits mehr als 100 Indikatoren. Diese werden aus unterschiedlichen Datenquellen ergänzt. Dadurch soll ein umfassendes Bild der aktuellen Situation Deutschlands dargestellt werden.

In der derzeitigen Lage soll dieser Service auch als Gradmesser für die Corona-Krise dienen. So enthält das Dashboard beispielsweise aktuelle Zahlen zu gewährten Corona-Hilfen für Unternehmen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung (zum Beispiel Überbrückungshilfen, Novemberhilfen sowie bewilligte Kredite aus dem KfW-Sonderprogramm). Im Bereich Gesundheit bietet das Portal die wichtigsten Informationen des Robert-Koch-Instituts zur aktuellen Pandemiesituation. Unter der Sparte „Mobilität“ werden täglich aktualisierte Mobilitätsindikatoren und Bewegungsdaten auf Basis von Mobilfunkdaten publiziert. Dabei sollen erklärende Texte die Interpretation der visualisierten Ergebnisse erleichtern.

„Verlässliche und frei zugängliche Daten zu Gesundheit, Wirtschaft und Finanzen sind gerade in der aktuellen Situation grundlegend für eine informierte Öffentlichkeit. Mit dem ‚Dashboard Deutschland‘ tragen wir zu einem faktenbasierten demokratischen Diskurs bei“, erklärt Markus Richter, Staatssekretär im BMI und IT-Beauftragter der Bundesregierung. „Wir haben ein großes Hilfspaket aufgelegt, damit Unternehmen und Beschäftigte möglichst gut durch die Krise kommen. Mit dem ‚Dashboard Deutschland‘ wird der Umsetzungsstand der Hilfen für alle Bürger nachvollziehbar, ergänzt Wolfgang Schmidt, Staatssekretär im BMF.

So sei auf einen Blick erkennbar, wie viele Anträge gestellt und bereits bewilligt wurden. Damit leiste das Dashboard einen wichtigen Beitrag zu noch größerer Transparenz bei den Unterstützungs-Maßnahmen der Bundesregierung. „Diese Transparenz ist für das demokratische Gemeinwesen wichtig,“ betont Schmidt. „Die Informationen sind von jedem Endgerät und von jedem Ort aus direkt und nutzerfreundlich erreichbar. Damit schaffen wir einen echten Mehrwert im Sinne des Open-Data-Gedankens“, fügt Richter hinzu.

Das Online-Portal bietet bereits grundlegende Analysemöglichkeiten, heißt es aus dem BMWi. Bis Mitte 2021 sollen sowohl das inhaltliche Angebot als auch die technische Funktionalität weiter ausgebaut werden. Seit der Freischaltung am 15. Dezember 2020 ist die Plattform unter www.dashboard-deutschland.de sowie über die Internetauftritte des BMI, BMF, BMWi und des Statistischen Bundesamtes erreichbar.

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 Julia Mutzbauer

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Redaktion, eGovernment Computing