Wettbewerb der Krankenkassen

Intelligente Finanzplanung für Krankenkassen

| Autor / Redakteur: Dr. Katja Wilking / Jürgen Sprenzinger

Mit „bitForecast_Web“ steht gesetzlichen Krankenversicherungen eine ausgereifte und umfassende BI-Lösung für die Haushaltsplanung zur Verfügung
Mit „bitForecast_Web“ steht gesetzlichen Krankenversicherungen eine ausgereifte und umfassende BI-Lösung für die Haushaltsplanung zur Verfügung (Bild: Bitmarck)

Seit 1996 Versicherte erstmalig ihre Krankenkasse frei wählen konnten, hat sich sowohl die Zahl der Kassen als auch der Wettbewerb deutlich verändert. Insbesondere bis 2008 nutzten Versicherte die Möglichkeiten zum Kassenwechsel, da Kassen individuelle Beitragssätze festlegen konnten.

Auch zwischen 2009 und 2011 gab es größere Fluktuationen, als gesetzliche Krankenversicherungen zum Einheitsbeitragssatz des Gesundheitsfonds Zusatzbeiträge erheben konnten. Wenn am 1. Januar 2015 das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-FQWG) in Kraft tritt, rechnen Experten wieder mit einer steigenden Zahl von Wechselwilligen. Denn Kassen können den Beitrag wieder selbst mitgestalten und in Abhängigkeit der eigenen wirtschaftlichen Lage einen individuellen Zusatzbeitrag erheben.

Mindereinnahmen von zehn Milliarden Euro

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass die Senkung des allgemeinen Beitragssatzes zu Mindereinahmen von insgesamt zehn Milliarden Euro führen wird. Die Frage nach der Höhe des Zusatzbeitrages rückt nicht nur in den Mittelpunkt der Überlegungen bei Kassen, sondern auch bei Versicherten. Denn nach wie vor ist die Beitragshöhe der wesentliche Grund für einen Versicherungswechsel. Auswertungen der letzten große Wechselphase 2010 lassen erkennen, dass insbesondere Berufseinsteiger mit dem Ausstieg aus der Familienversicherung und preissensitive Familien zu den Gruppen mit dem größten Wechselpotenzial zählen. Gleichzeitig gehören diese Gruppen zu den attraktiven Mitgliedern, die die wirtschaftliche Lage einer Kasse nachhaltig sichern können.

Quo Vadis Beitragssatz?

Aktuell suchen Krankenkassen daher Lösungen, um die Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen auf die Finanzlage der eigenen Kasse zu beurteilen und damit einhergehend die Höhe des Zusatzbeitrags zu planen. Dabei benötigen Verantwortliche im Bereich Finanzen und Mitarbeiter im Controlling Unterstützung durch eine IT-Lösung, die zuverlässige Aussagen für die Haushaltplanung der kommenden Jahren sowie eine Analyse des Wettbewerbs ermöglicht.

Für eine valide Aussage können Kassen auf umfangreiche Daten zurückgreifen wie etwa amtliche Statistiken oder eigene Diagnosedaten. Auf deren Basis lassen sich durch mathematische Modellberechnungen mit Fluktuationsmustern wechselbedingte Strukturveränderungen auf der Einnahmen- und Ausgabenseite berechnen. Einen Mehrwert bieten BI-Lösungen für die Haushaltsplanung, die neben den Daten der eigenen Krankenversicherung auch Daten des Wettbewerbs als Benchmarks berücksichtigen.

BI-Lösung für die Haushaltsplanung

Als IT-Dienstleister für Gesetzliche Krankenversicherungen hat sich Bitmarck bereits frühzeitig mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich die umfangreichen Daten-Pools der Krankenversicherungen strukturiert analysieren lassen, um diese etwa für Finanzplanungen und -prognosen zur Verfügung zu stellen. Mit „bitForecast_Web“ greifen Krankenkassen bereits seit fünf Jahren auf eine webbasierte Lösung für die strategische Haushaltsplanung zu.

Der Datenpool des BI-Tools umfasst aktuell über zwölf Millionen Versichertendaten von rund 70 Krankenkassen, bei denen die Software zum Einsatz kommt. Neben sieben der zehn größten Betriebskrankenkassen nutzen auch Ersatzkassen und Innungskrankenkassen die Software. Die Datenverwaltung liegt dabei vollständig bei Bitmarck, so dass gesetzliche Änderungen wie etwa die Abschaffung der Praxisgebühr vom IT-Dienstleister direkt in der Software umgesetzt werden.

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