Hochschule Hamm-Lippstadt

Integriertes Servicemanagement für den Hochschulbereich

| Redakteur: Ira Zahorsky

Lückenlose Erfassung und Überwachung der IT-Landschaft in der Hochschule Hamm-Lippstadt
Lückenlose Erfassung und Überwachung der IT-Landschaft in der Hochschule Hamm-Lippstadt (Bild: Hochschule Hamm-Lippstadt)

Die Hochschule Hamm-Lippstadt setzt im Bereich IT-Servicemanagement auf eine Kombination bewährter Open-Source-Lösungen: openITCOCKPIT für das System-Monitoring, i-doit für die IT-Dokumentation und OTRS für den Helpdesk-Bereich. Alle Lösungen sind miteinander integriert und sorgen so für eine lückenlose Erfassung und Überwachung der IT-Landschaft.

Die Hochschule Hamm-Lippstadt dokumentiert ihre IT seit 2012 mit der Configuration Management Database (CMDB) von i-doit. Während die IT früher in Exceltabellen und Wikis erfasst wurde, stand spätestens beim Umzug der Hochschule in neue Gebäude fest, dass für die Dokumentation der Räume, Geräte und Services ein vollständiges Dokumentationssystem nötig war. Die Wahl fiel auf i-doit, weil damit die meisten und wichtigsten Systeme erfasst werden können wie z.B. aktive und passive Netzwerke. Durch die offenen Schnittstellen ist es zudem möglich, weitere Lösungen und Systeme an i-doit anzubinden.

IT-Grundschutz

Das Thema IT-Sicherheit plant die Hochschule ebenfalls mit i-doit abzudecken. Das VIVA-Modul von i-doit wurde für den IT-Grundschutz und die Zertifizierung nach ISO 27001 entwickelt und übernimmt die Objekte und Objektgruppen direkt aus der CMDB von i-doit. Sie müssen dadurch nicht zweimal erfasst werden.

i-doit bildet für die Hochschule die zentrale Dokumentationsplattform, in der sie die gesamte IT-Infrastruktur erfasst. Seit 2013 wurden jährlich bis zu 10.000 Objekte in i-doit erfasst. Beim Abschluss des Projekts, das für 2017 geplant ist, sollen es ca. 50.000 Objekte sein. Für das System bezieht die Hochschule Subscription und Support vom i-doit-Partner it-novum. Da i-doit laufend weiter gepflegt wird und ständig neue Objekte dazu kommen, steht mit it-novum ein zuverlässiger Partner zur Verfügung, der das System wartet und bei Problemen schnell und kompetent hilft.

openITCOCKPIT: Monitoring mit Schnittstelle zur IT-Dokumentation

Für die IT-Überwachung führte die Hochschule bereits 2012 Nagios ein. Der Aufwand für die Einrichtung eines funktionierenden Monitorings war sehr hoch, weil bei Nagios alle Konfigurationen manuell erstellt werden müssen. Eine ausreichende grafische Konfigurationsoberfläche war zum damaligen Zeitpunkt nicht erhältlich. Daher führte die Hochschule die Software PRTG von Paessler ein, da PRTG eine benutzerfreundliche und klickbasierte Oberfläche bietet. Einen Nachteil hatte PRTG jedoch: es konnte sich Informationen nicht aus i-doit als der zentralen IT-Plattform der Hochschule holen. Die doppelte Datenpflege in den beiden autarken Systemen war sehr aufwändig und sollte daher bei der neuen Lösungvermieden werden.

Die Wahl fiel daher auf die Monitoring-Lösung openITCOCKPIT, weil sie über eine Schnittstelle zu i-doit verfügt. openITCOCKPIT ist Nagios-basiert, verfügt aber über eine grafische Weboberfläche und ist auf die Bedürfnisse von Unternehmen ausgelegt. Das System stellte sich als die richtige Wahl heraus: IT-Komponenten müssen dank der Schnittstelle nicht nach dem Anlegen in der CMDB noch einmal extra im Monitoring angelegt werden, sondern werden über die Schnittstelle automatisch in openITCOCKPIT synchronisiert.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schnittstelle vom openITCOCKPIT-Hersteller it-novum stammt, der sowohl die bereits in der Hochschule eingesetzten Lösungen OTRS als Help-Desk-System und i-doit als CMDB im Portfolio hat. Michael Steuter, Sachgebietsleiter IT-Infrastruktur, sagt zu der Entscheidung: „Für uns war das der ausschlaggebende Punkt: der Dienstleister, von dem wir bereits Support für i-doit bezogen, konnte uns eine Komplettlösung aus Helpdesk, CMDB und Monitoring anbieten. Einfacher ging es gar nicht, das Monitoring einzuführen.“

openITCOCKPIT bezieht seine Informationen zur Überwachung aus der CMDB von i-doit. Wird eine IT-Komponente neu in i-doit erfasst, fließt sie automatisch nach openITCOCKPIT. Dort wird der Host inklusive aller Servicechecks für das Monitoring angelegt. Im Gegenzug meldet openITCOCKPIT Statusänderungen sofort an i-doit. „Wir können also alle Geräte und Services mitsamt ihres Status zentral in i-doit überblicken“, sagt Michael Steuter. „Das macht die Verwaltung unserer IT erheblich einfacher.“

OTRS: Ticketsystem mit Anschluss an die IT-Dokumentation und das Monitoring

Im Helpdesk-Bereich setzt die Hochschule das Ticketsystem OTRS ein. Nachdem durch die openITCOCKPIT-i-doit-Schnittstelle Monitoring und IT-Dokumentation erfolgreich miteinander verbunden wurden, wurde auch OTRS mit dem Monitoring integriert. Dadurch ist es möglich, Tickets aus openITCOCKPIT heraus automatisiert anzustoßen und wieder zu schließen. So öffnet openITCOCKPIT ein Ticket in OTRS, wenn sich der Status eines Services geändert hat, z.B. ein Server nicht erreichbar ist. Funktioniert der Server wieder erwartungsgemäß, meldet openITCOCKPIT dem Ticketsystem, dass das Ticket wieder geschlossen werden kann.

Die Anbindung funktioniert auch umgekehrt: beginnt ein Mitarbeiter mit der Bearbeitung einer Störungsmeldung im Ticketsystem, benachrichtigt OTRS über einen Webservice openITCOCKPIT darüber. Das Monitoring-System weiß damit, dass keine weiteren Störungsmeldungen versendet werden müssen, und weist auch im Dashboard aus, dass die Störung in Bearbeitung ist.

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