Kooperation mit der Wirtschaft

Innovative Ansätze für B2G-Interaktionen

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Fünf Regeln für erfolgreiche Projekte

Anhand der Erfahrungen, die wir in den bisherigen Projekten zur Umsetzung von Prozessketten sammeln konnten, haben wir fünf Grundregeln für erfolgreiche Projekte aufgestellt:

  • Vorab sollte der finanzielle und personelle Aufwand aufgezeigt werden und die Leistungen aller Beteiligten sollten verbindlich festgelegt werden. Das kann beispielsweise durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung geschehen.
  • Frühe und fortlaufende strikte Bedarfsorientierung ist unabdingbar. Künftige Nutzer oder „Datenlieferanten“ sollten in die Planung, in die Erhebung bestehender Verfahren und Prozesse sowie in die Definition von Datenaustauschformaten einbezogen werden. Durch frühe Identifikation von Pilotanwendern wird der nötige Praxisbezug hergestellt und damit die spätere Nutzung der Verfahren gefördert. Kooperationen bei der Konzeption und bei der Realisierung beziehen die künftigen Nutzer wirksam ein.
  • Durch Identifikation weiterer Informationspflichten in einer Prozesskette können Schnittstellen oder Redundanzen zu ähnlichen Prozessen aufgezeigt werden. Gegebenenfalls offenbaren sich Optimierungspotenziale, die in den Prozess integriert werden können. Ein offener und direkter Austausch mit Unternehmen und Verbänden bringt hier wertvolle Hinweise auf ähnliche oder gar redundante Informationspflichten.
  • Eine regelmäßige Kommunikation aller Beteiligten untereinander ermöglicht die schnelle Erfassung des Status quo eines Projektes. Dadurch können Engpässe zeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Die Akteure müssen gewillt sein, ihre Denkbarrieren zu überwinden und ihre Prozesse über die Grenzen ihrer Organisation hinweg zu betrachten und zu diskutieren. Sie müssen sich kritisch mit den eigenen Verfahren und Abläufen auseinandersetzen. Das gilt nicht nur für die Verwaltung.

Bei eGovernment-2.0-Projekten werden diese Regeln berücksichtigt. Die jeweils involvierten Akteure und späteren Nutzer haben dieses Vorgehen begrüßt und angenommen. Das Bundesministerium des Innern möchte daher diese Form der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft intensivieren und methodisch weiterentwickeln lassen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum Deutschland bei der Digitalisierung von Prozessketten eine Vorreiterrolle in Europa spielt

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