Nationale Informationsplattform Medizintechnik

Innovationslotse führt KMU von der Idee zum Medizinprodukt

| Redakteur: Peter Reinhardt

Dr. Oliver Bujok: „Das Informationsangebot für Medtech-Innovatoren muss ausgebaut werden.“
Dr. Oliver Bujok: „Das Informationsangebot für Medtech-Innovatoren muss ausgebaut werden.“ (Bild: VDI Technologiezentrum/Barnewitz)

Die Idee für ein neues Medizinprodukt kann bestechend, sogar bahnbrechend sein. Doch bevor Produkte in der Gesundheitsversorgung zum Einsatz kommen und Unternehmen damit Geld verdienen können, müssen viele Hürden genommen werden. Der Innovationslotse auf der nationalen Informationsplattform Medizintechnik soll die Lage entspannen.

Denn der Medizintechnikmarkt ist zwar einer der dynamischsten und innovativsten Wirtschaftszweige, er ist jedoch auch stark reguliert, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.

Wenn junge oder kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) scheitern, liegt das nicht unbedingt an ihrem Produkt. Nicht selten unterschätzen sie schlichtweg die Anforderungen, die sie beispielsweise im Zuge der CE-Zertifizierung erfüllen müssen. Manche entwickeln Produkte, ohne vorher zu prüfen, ob es dafür überhaupt hinreichenden medizinischen Bedarf gibt. Andere kalkulieren Preise, ohne sich mit möglichen Erstattungsszenarien auseinanderzusetzen.

Das muss nicht sein. Medizintechnikunternehmen, insbesondere Start-ups und KMU, finden künftig Unterstützung beim Innovationslotsen. Der Innovationslotse ist das Herzstück der „Nationalen Informationsplattform Medizintechnik“.

Handlungsempfehlungen des „Nationalen Strategieprozesses“ umsetzen

Anlässlich der Messe Connecting Healthcare IT (Conhit), die vom 14. bis 16. April 2015 in Berlin stattgefunden hat, ist der Innovationslotse als Leitfaden für die Entwicklung von Medizinprodukten online gegangen. Die „Nationale Informationsplattform Medizintechnik“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und setzt eine der zentralen Handlungsempfehlungen des „Nationalen Strategieprozesses“ um.

„Der Strategieprozess hat klar herausgestellt, dass für Innovatoren in der Medizintechnik das Informationsangebot von der Forschung über Entwicklung, Zertifizierung und Erstattung bis hin zum Markt erheblich ausgebaut werden muss, damit der Innovationsprozess effektiver und stärker am Bedarf ausgerichtet wird“, erklärt Dr. Oliver Bujok, der die Geschäftsstelle Nationaler Strategieprozess, angesiedelt bei der VDI Technologiezentrum GmbH am Standort Berlin, leitet. Die Geschäftsstelle betreibt die Plattform in Kooperation mit Forum Medtech Pharma e.V., Nürnberg.

Querverbindungen zu anderen Ebenen herstellen

Der Innovationslotse erklärt den Innovationsprozess Schritt für Schritt entlang der Innovationsstufen Forschung, Entwicklung, Zertifizierung, Erstattung und Markt. Die Navigation ist sehr übersichtlich. Die Nutzer können sich ihren Vorlieben entsprechend entweder durch eine Matrix klicken, die sich in der Art eines Entscheidungsbaumes immer weiter verästelt. Oder sie können die Schritte, für die sie sich interessieren, in einer Karten-Übersicht anwählen. So oder so können sie sämtliche Einzelschritte nachvollziehen.

Ergänzendes zum Thema
 
Der Nationale Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“

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