Wissensmanagement und eGovernment

Innovation schafft Wissen – Wissen schafft Innovation!

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Wissensmanagement ist Chefsache

Dies gilt auch beim Wissensmanagement. Aber wo liegt der Unterschied zu anderen Modernisierungsprojekten? Das Ziel des Wissensmanagements, der Aufbau einer wissensbasierenden Organisation, geht weit über einzelne Projektziele hinaus. Es wirkt unmittelbar in die Veränderungsprozesse anderer Projekte hinein und wird durch deren Veränderungen beeinflusst. Um eine wissensbasierende Organisation zu entwickeln, müssen Prozesse, Strukturen, geübtes Verhalten zielorientiert bewertet, definiert und neu ausgerichtet werden. Die ergebnis- und verhaltensprägenden Aktivitäten des Wissensmanagements definieren mit der Handlungs-, Denk- und Funktionsweise, dem Selbstverständnis, der Kreativität und der Innovationsfähigkeit die wettbewerbsspezifischen Kompetenzen der Institution. Die erforderlichen Maßnahmen und Abhängigkeiten sind komplex miteinander verwoben.

Wissensmanagement setzt als Führungsaufgabe die Bereitschaft und die Fähigkeit der Leitung voraus, das eigene Tun zu hinterfragen. Solange sich hierarchische Positionen durch Exklusivität des Wissens legitimieren, ist Wissensmanagement – wenn überhaupt – nur sehr eingeschränkt möglich.

Erkennbar wird dies unter anderem in hierarchiekonformer Kommunikation und einem umfangreichen Informationsbedürfnis im Sinne einer Verfahrenskontrolle. Bereits dieser Umfang der Transformation hebt das Wissensmanagement aus den themenspezifischen Modernisierungsvorhaben heraus. Wissensmanagement ist Chefsache, insbesondere, da der Faktor Wissen gegenüber den Einzelinteressen der klassischen Projekte kein Nachsehen haben darf.

Fundamente für das Wissensmanagement

Die Impulsdimension eines Projektes umfasst alle Maßnahmen und Aspekte des speziellen Auftrages. Neues zu denken wird mit „modern“ gleich gesetzt. Die Beschäftigten müssen über das erforderliche Wissen und die Kreativität verfügen, denn dieses Wissen schafft Innovation. Im Rahmen der Impulsdimension werden daher im Wissensmanagement regelmäßig typische Maßnahmen durchgeführt, wie etwa:

  • die Entwicklung fachlicher IT-Systeme zur Wissensbereitstellung, Intranet- oder Wissensmanagementsysteme,
  • der Einsatz von sich ständig verändernden neuen Medien oder Kommunikationsmitteln deren Einführung oft von technischer Innovation (derzeit Social Media) getrieben wird,
  • die organisatorische und technische Redak­tionssysteme, Redak­tionsanweisungen, Realisierung von Prozessen im Rahmen vorhandener Strukturen,
  • das Meldungsmanagement zur Realisierung von internen und externen Nachrichten,
  • erweiterte Projektansätze zum Wissensmanagement greifen das Thema „weiträumiger“ auf.

Diese Aktivitäten können in drei Gruppen, die Wissensnutzung, die Wissenskommunikation und die Wissensentwicklung eingeteilt werden.

Diese Aktivitäten können als Projekt initialisiert werden. Sie sind ein wichtiges Fundament, aber nur ein kleiner Teilbereich des Wissensmanagements und in keinem Fall die Kernaufgabenstellung des Wissensmanagements.

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