Wissensmanagement und eGovernment

Innovation schafft Wissen – Wissen schafft Innovation!

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Warum braucht man Wissensmanagemen­t?

Die Erstellung eines Arbeitsergebnisses wurde bisher durch steuer- und messbare Ressourcen, wie etwa den den Sachmitteleinsatz, bestimmt und organisiert. Um weitere Wachstums- und Kostensenkungspotenziale ausschöpfen zu können, muss Wissen mit diesen Ressourcen zumindest gleichgewichtig „bewirtschaftetet“ werden. Wissen und Kreativität sind die Grundlage für die Innovationsfähigkeit einer Institution. Dabei wird der Aufwand für die Sicherung des vorhandenen und der Aufbau des erforderlichen Wissens – verstärkt auch durch die demografische Entwicklung – bedeutend wachsen.

In diesem Sog der Veränderungen wird deutlich, dass sich Wissen jederzeit und nahezu beliebig dem Managementideal der Steuer- und Kontrollierbarkeit entziehen kann. Wissen ist die einzige persönliche Ressource der Beschäftigten, über die sie selbstständig verfügen können. Wissen und Kommunikation kann nicht angeordnet werden. Diese anspruchsvolle und zudem fragile Situation macht die „Bewirtschaftung des Wissens“, das Wissensmanagement, für die weitere Modernisierung, die Konsolidierung der Veränderungsprozesse und Effizienzgewinne zu einer zentralen und besonderen Herausforderung.

Wissensmanagement – so wird es erfolgreich

Bereits das Verständnis und die Ausrichtung entscheiden über den Erfolg des Wissensmanagements. Daher ist es erforderlich ein praxisgerechtes Vorgehensmodell zu entwickeln.

Die meisten Modernisierungsvorhaben realisieren für das spezielle Fachgebiet optimierte Funktionalitäten und Prozesse, eigene Begrifflichkeiten oder IT-Verfahren und integrieren diese in das bestehende Arbeitssystem. Modernisierungsprojekte, wie etwa Prozessoptimierung, Controlling oder Dokumentenmanagement betrachten und optimieren idealerweise die organisatorischen, technologischen und personalwirtschaftlichen Themengebiete, allerdings immer nach dem eigenen unmittelbaren Projektauftrag und -ziel. Damit verharren sie in der Dimension ihrer speziellen Aufgabenstellung. Wissensmanagement kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn die erforderlichen Aktivitäten nach folgenden vier Projektdimensionen betrachtet werden:

  • 1. Unterstützungsdimension: Warum ist Wissensmanagement Chefsache?
  • 2. Was Wissensmanagement bewegt? Fundament für das Wissensmanagement (Impulsdimension)
  • 3. Was bewegt Wissensmanagement? Wissensbasierende lernende Organisation (Transformationsdimension)
  • 4. Balance zwischen Kreativität und Kontrolle (Synchronisationsdimension)
  • 5. Was unterscheidet Wissensmanagement von anderen Modernisierungsmaßnahmen.

Modernisierungsprojekte stehen für gravierende Veränderungen. Dabei sind sie üblicherweise auf ein spezielles definiertes Projektziel ausgerichtet. Häufig hängen wesentliche Prozesse oder der Unternehmens- oder Behördenerfolg von diesen Projekten ab. Das Management muss über die vorhandenen Projekte und die damit verbundenen schwierigen Situationen ständig und fundiert informiert sein. Sie sind daher grundsätzlich Chefsache.

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