Begleitprojekt für Open Government

Initiative D21 macht sich für „Adhocracy“ und ePartizipation stark

23.03.2011 | Redakteur: Manfred Klein

„Adhocrazy“ soll den Weg für künftige Open-Government-Projekte ebnen
„Adhocrazy“ soll den Weg für künftige Open-Government-Projekte ebnen

Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags „Internet und digitale Gesellschaft“ hat es geschafft. Nachdem der Ältestenrat des Bundestags – dem das Vorhaben eigentlich zu teuer war – überzeugt werden konnte, wird die Enquete-Kommission die Beteiligungsplattform „Adhocracy“ (Organisationsform, die im Gegensatz zu Bürokratie steht) einrichten.

Mit „Adhocracy“ startet die Enquete-Kommission ein Experiment zur Online-Partizipation. Sie erhofft sich von diesem Projekt vor allem belastbare Erfahrungswerte für künftige Beteiligungsprojekte. Die Initiative D21 begrüßt die Entscheidung und will die Online-Beteiligung der Bürger „konstruktiv und aufmerksam“ begleiten. Um das Vorhaben zu unterstützen, hat die Projektgruppe „Open Government“ der D21 mögliche Aufgaben und Ziele von „Adhocracy“ definiert.

Dazu gehört die Entwicklung von Ideen, um offene Fragen rund um Thema Open Government zu klären: Wie kann eine breite, nachhaltige Beteiligung erreicht werden? Welche Unterstützung und Regeln benötigt die Verwaltung zur Nutzung von Social Media? Wie kann die erforderliche Veränderungsbereitschaft in den etablierten Strukturen von Politik und Verwaltungen überhaupt geweckt werden? Und wie kann eine chancenorientierte Experimentierfreude geweckt werden, um risikofixierte Vermeidungsstrategien zu überwinden?

Mit „Adhocracy“ wird an zentraler Stelle und mit hoher Sichtbarkeit ein wichtiges, konkretes Projekt gestartet, das als Vorbild für künftige Open-Government-Projekte dienen kann. Dr. Alfred Zapp, Präsidiumsmitglied der Initiative D21, meint: „Wir unterstützen die Enquete-Kommission und die Betreiber der Beteiligungsplattform bei ihrem mutigen Schritt sehr gerne und werden uns inhaltlich sowie praktisch für das Gelingen des Experiments einsetzen. Ich bin mir sicher, dass wir im Nachhinein von einem historischen Moment sprechen werden, bei dem erstmals ganz konkret das Potenzial des Internets für eine thematisch breite, offene Diskussion zwischen Politik und Gesellschaft genutzt wurde.“

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Ich finde, es gibt heutzutage mehr als genug Möglichkeiten, sich aktiv auch am politischen...  lesen
posted am 07.04.2011 um 16:39 von Unregistriert


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