Rheinland-Pfalz

Informationstechnologie für einen starken Standort

14.12.2007 | Autor / Redakteur: Jürgen Häfner, Ministerialdirektor / Manfred Klein

In Rheinland-Pfalz ist die enge Kooperation der Verwaltung mit der Wirtschaft, der Wissenschaft sowie den Bürgern ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Landesverwaltung setzt dabei verstärkt auf moderne IT- und Kommunikationstechnologien. Ergebnis ist ein qualitativ hochwertiges Leistungsspektrum, das den Anforderungen gerecht wird, die Bürokratiekosten senkt, ohne das Angebot in der Fläche einschränken zu müssen.

Im Interesse einer leistungsfähigen Verwaltung hat Rheinland-Pfalz im Juli 2006 mit der Gründung der Zentralstelle IT-Management, Multimedia, eGovernment und Verwaltungsmodernisierung (Zentralstelle für IT und Multimedia) den Startschuss für eine weitgehende Neustrukturierung der Informations- und Kommunikationstechnologie gegeben. Wegweisend für das gesamte Bundesgebiet sind erstmalig die Verantwortung für das IT-Management und die Entscheidungsbefugnis über die IT-Finanzmittel zusammengeführt und einem CIO mit weitreichenden Entscheidungskompetenzen unterstellt.

Ein Rückblick auf die bisherige Arbeit zeigt, dass die Zentralstelle bereits nach einem kurzen Zeitraum sichtbare Erfolge vorzuweisen hat, sowohl bei der Konsolidierung als auch bei der Koordinierung. Deutliche Kostenersparnis und die Umsetzung wichtiger mittel- und langfristiger Projekte haben nach einem Jahr Zentralstelle die Richtigkeit der neuen Struktur klar bestätigt.

Erfahrungen mit der Neustrukturierung

Die Bündelung der Marktmacht, durch die Verlagerung der Zuständigkeit für die Beschaffung der IT- und Kommunikationsausstattung sowie das Lizenzmanagement der Standardsoftware, hat die Position des Landes bei der Ausschreibung von Rahmenverträgen in erheblichem Maße verbessert. So konnten bei der europaweiten Neuausschreibung des Hardware-Rahmenvertrags die Stückkosten für Arbeitsplatzrechner und Server teilweise um über 50 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus wurden durch die Neuverhandlung von zwei Landeslizenzverträgen jährliche Einsparungen von mehr als einer Million Euro realisiert.

Damit verbessert sich die IT-Infrastruktur in der Landesverwaltung und gleichzeitig öffnen sich dem Land finanzielle Freiräume. Freiräume, die genutzt werden, um die strategischen Ziele des Landes zu erreichen. Eines dieser Ziele ist die Medienkompetenzvermittlung, ein Schwerpunkt der Landesregierung im Bildungsbereich. So konnte mit den Einsparungen das Projekt „Medienkompetenz macht Schule“ auf den Weg gebracht werden. In den nächsten vier Jahren wird dieses 10-Punkte-Programm an 200 Schulen umgesetzt und es werden 10 Millionen Euro investiert. Dieses Projekt ist ein weiterer Meilenstein bei den Anstrengungen des Landes, Medienkompetenz in allen Bevölkerungsgruppen zu fördern. Es ist bundesweit beispielgebend und wird von der Multimediainitiative der Landesregierung rlp-inform wahrgenommen, die in die Zentralstelle integriert ist.

Auch die Erfahrungen bei mittel- und langfristigen Projekten zeigen, dass die Neustrukturierung Sinn macht, weil sie durch klare Entscheidungsstrukturen der IT-Entwicklung in der Landesverwaltung neuen Schwung verleiht. An erster Stelle steht hier das Stichwort Konsolidierung. Jedes Projekt zur Konsolidierung greift in historisch gewachsene Strukturen ein, die in so manchem Fall den Blick versperren. Die Zentralstelle dagegen betrachtet mit unverstelltem Blick die Gesamtsituation mit all ihren Facetten neutral von außen. Sie bietet mit den Richtlinien für das Projektmanagement einen Rahmen für eine einheitliche, hohe Qualität und Effizienz der Projektabwicklung. Sie unterstützt die Projekte mit ihrem Know-how und bildet das Bindeglied zum Landesbetrieb Daten und Information (LDI), bei dem die Verantwortung für das operative Geschäft liegt. Gleichzeitig kann an zentraler Stelle über die Einbindung in zahlreiche Projekte das Know-how erweitert werden. Darüber hinaus wird die Auslastung der IT-Infrastruktur optimiert und die Systemsicherheit und -verfügbarkeit erheblich gesteigert. Als eines der ersten Konsolidierungsprojekte wurde das Rechenzentrum des Landesbetriebs Forsten in den LDI integriert.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2009087 / Commerce & Procurement)