IT-Sicherheit im eGovernment

Informationssicherheitskonzept für Bayerns Kommunen

| Autor: Manfred Klein

Mehr Sicherheit im eGovernment für Bayerns Kommunen ist das Projektziel
Mehr Sicherheit im eGovernment für Bayerns Kommunen ist das Projektziel (Bild: © Andy Ilmberger - Fotolia)

Die Anforderungen im Bereich IT-Sicherheit, Datenschutz und Informationssicherheit für Kommunen wachsen. Doch nicht alle Kommunen sind den damit verbundenen Herausforderungen gewachsen. Die Innovationsstiftung Bayerische Kommune will den Gemeinden des Freistaats hier nun Unterstützung anbieten.

Vonseiten der Innovationsstifung heißt es dazu, die nicht zuletzt die in jüngster Zeit stark zugenommene Bedrohung von Kommunen – etwa durch Verschlüsselungstrojaner – habe die Bedeutung einer angemessenen IT-Sicherheit für Kommunen deutlich gemacht. Zudem habe mit Inkrafttreten des Gesetzes über die elektronische Verwaltung in Bayern, gemeint ist das bayerische eGovernment-Gesetz, im Dezember des vergangenen Jahres 2015, das Thema Informationssicherheit für die Kommunen künftig auch formal einen noch höheren Stellenwert gewonnen.

So verpflichtet etwa der Art. 8 Abs. 1 des Bayerischen eGovernment-Gesetzes Behörden, die Sicherheit ihrer informationstechnischen Systeme durch angemessene technisch-organisatorische Maßnahmen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 BayDSG sicherzustellen sowie die hierzu erforderlichen Informationssicherheitskonzepte bis zum 1. Januar 2018 zu erstellen.

Im Rahmen eines Projektes der Innovationsstiftung Bayerische Kommune will die Innovationsstiftung den bayerischen Kommunen bei der Bewältigung der künftigen Herausforderungen in der Informationssicherheit eine praxisnahe Hilfestellung anbieten.

Da die Inhalte eines „Informationssicherheitskonzeptes“ im eGovernment-Gesetz des Freistaats nicht näher definiert seien, soll daher zunächst näher beschrieben werden, welche Mindestanforderungen ein solches kommunales Informationssicherheitskonzept beinhaltet. Dabei sollen die individuelle Situation und unterschiedliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Kommunen berücksichtigt werden.

Im Rahmen des Projektes soll zudem eine Mustervorlage erstellt werden, die vor allem kleineren und mittleren Kommunen helfen soll, ein Informationssicherheitskonzept auch tatsächlich in der Praxis umzusetzen. Hier sollen konkrete Maßnahmenempfehlungen – zum Beispiel zur Technik und Organisation sowie zu den notwendigen Prozessen – gegeben werden, die mit möglichst geringem Anpassungsaufwand von den Kommunen umgesetzt werden können.

In erster Linie richtet sich das Projekt an IT- und Geschäftsleiter, Datenschutz- und IT-Sicherheitsbeauftragte sowie im Rahmen eines Management-Summarys auch an den (Ober-) Bürgermeister beziehungsweise Landrat.

Die Innovationsstiftung Bayerische Kommune setzt bei diesem Vorhaben erneut auf die Zusammenarbeit mit dem in kommunalen Fragen erfahrenen IT-Sicherheitsberater, Herrn Sascha Kuhrau, der bereits den Quick-Check Datensicherheit und Datenschutz für Kommunen erstellt hat.

Vorgesehen ist, das Stiftungsprojekt unter anderem auf dem AKDB-Kommunalforum vorzustellen, das voraussichtlich am 18. Oktober in der BMW-Welt in München stattfindet.

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