IT-Infrastrukturen bei Polizeiorganisationen

Informationsmanagement als Kernkompetenz

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Der Weg zur Gesamtlösung

  • Einsatzbezogene Ressourcensteuerung:

In diesem Aufgabenfeld geht es um die klassisch verwaltungsorientierten Bereiche der Personal- und Materialwirtschaft sowie das Haushaltsmanagement. Von der unterstützenden Software wird erwartet, dass sie für Einsätze anhand taktischer Vorgaben alle notwendigen Informationen über die Personal-, Material-, Haushalts- und Infrastrukturdaten automatisiert in einem sogenannten Strukturelement bündelt und zur Verfügung stellt.

Der Polizeiführer hat damit beispielsweise Informationen über Qualifikationen der Beamten eines Einsatzzuges sowie die mitgeführten Führungs- und Einsatzmittel. Darüber hinaus sind klassische Funktionen wie Asservatenverwaltung, elektronische Beschaffung, Waffenverwaltung und -nachweisung im Standard der SAP-Lösungen enthalten.

Daneben wird eine serviceorientierte Technologie-Plattform benötigt, über die sich die einzelnen Anwendungen und unterstützenden Systeme integrieren lassen und welche auch dafür sorgt, dass die Einsatzkräfte von unterschiedlichen Endgeräten – vom Bürorechner bis zum gesicherten Mobiltelefon – auf die relevanten Informationen zugreifen können. Zur Technologieplattform zählen im Wesentlichen vier Komponenten:

  • In einer gewachsenen IT-Landschaft werden bestehende Anwendungen und zentrale Komponenten in den präventiven oder repressiven Gesamtprozess eingebunden. Dazu benötigt man ein Prozesssteuerungswerkzeug, das unterschiedlich Schnittstellen bedienen kann. Hierzu zählen Geografische Informationssysteme und Biometrie-Systeme.
  • Stammdaten aus verschiedenen Systemen und Anwendungen für eine Reihe von Spezialaufgaben, welche in verschiedenen Kernprozessen benötigt werden, können nicht immer sofort zentralisiert werden. Hierzu gehören beispielsweise eine zentrale Personenverwaltung für alle polizeilich relevanten Personen. In einer Plattform muss es aber eine Komponente geben, die eine Harmonisierung, Konsolidierung und ein zentrales Stammdatenmanagement zulässt und dabei eine hohe Qualität aller Daten sicherstellt.
  • Die vielfältigen Informationen – strukturiert oder unstrukturiert – werden teilweise aus externen Quellen wie dem Internet beschafft. Komplexe IT-Landschaften wie sie in Polizeiorganisationen üblich sind, benötigen nicht zuletzt kraftvolle Instrumente zur operativen und strategischen Steuerung. Komponenten, welche große Datenbestände auswerten, analysieren und zu einem führungstauglichen Berichtswesen zusammenstellen, gehören zum wesentlichen Bestand einer integrierten Gesamt-Lösung. Neben der Datenbewertung und -verdichtung sind unterschiedliche Visualisierungswerkzeuge notwendig.
  • Eine einheitliche Benutzeroberfläche über alle Anwendungen und Teilsysteme hinweg trägt wesentlich zum Erfolg einer IT-Gesamtarchitektur bei. Nur wenn sich das Informationssystem intuitiv und einfach nutzen lässt, wird es auch in der täglichen Praxis genutzt.

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