Irrtümer über elektronische Signaturen

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Dass jeder im eigenen Namen unterschreiben kann, ist ein Irrtum. Je höher die gewünschte Signaturstufe, desto Bild: © alswart - stock.adobe.com
Dass jeder im eigenen Namen unterschreiben kann, ist ein Irrtum. Je höher die gewünschte Signaturstufe, desto höher die Anforderung an die Identifizierung des Unterzeichners. Würde man über eine webbasierte Signaturlösung, also ohne Einsatz einer Signaturkarte, elektronisch qualifiziert unterschreiben, so bedarf es beispielsweise für die QES einer einmaligen individuellen Identifizierung des Signaturinhabers durch einen qualifizierten Vertrauensdienstanbieter – zum Beispiel mittels eines VideoIdent-Verfahrens oder der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises. Bei jeder Anwendung der QES ist zudem eine so genannte Zwei-Faktor-Authentifizierung (mit Username oder E-Mail-Adresse und Passwort sowie SMS-TAN) notwendig. Beim qualifizierten Signieren mittels einer Signaturkarte muss sich der Signaturinhaber ebenfalls einmalig identifizieren lassen und bei jeder Anwendung mit einer 6-stelligen PIN authentifizieren. So machen es die verschiedenen Authentifizierungsverfahren nahezu unmöglich, dass jemand mittels einer elektronischen Signatur unbefugt im Namen einer anderen Person unterschreibt. Zudem wird eine nachträgliche Veränderung des Dokumentes sichtbar.
Dass jeder im eigenen Namen unterschreiben kann, ist ein Irrtum. Je höher die gewünschte Signaturstufe, desto