Smart-City-Testprojekt In Rom hilft die KI bei der Parkplatzsuche

Autor Ira Zahorsky

Rom kämpft mit Umweltbelastungen durch Parksuchverkehr sowie mit Fußgängerunfällen und Gedränge in Bussen. Künstliche Intelligenz soll den Verkehrsfluss regeln.

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Rom will dem Verkehrschaos mit Hilfe einer KI trotzen
Rom will dem Verkehrschaos mit Hilfe einer KI trotzen
(© Boris Stroujko - stock.adobe.com)

Umweltbelastungen und Staus durch die Parkplatzsuche, Unfälle an Fußgängerüberwegen und randvolle öffentliche Verkehrsmittel sind in Großstädten an der Tagesordnung. Auch Italiens Hauptstadt Rom braucht Lösungen für diese Probleme. Drei Tests, die im Juni beginnen, sollen das Ausmaß des Problems ermitteln und die Effektivität eines intelligenten Parksystems auf Basis des Sony-Bildsensors IMX500 untersuchen. Das Versuchsprojekt wird in der Stadt Rom mit Unterstützung von Sony Europe und einer Reihe von Start-up-Unternehmen aus dem italienischen Ökosystem durchgeführt.

Der IMX500 hat eine integrierte KI-Verarbeitungsfunktion. Die Konfiguration ermöglicht die Extraktion von Echtzeit-Metadaten zu Informationen über freie Parkplätze. Der Fahrer wird über eine Smartphone-App benachrichtigt und zu einem Platz in der Nähe seines Fahrziels geleitet.

Fußgänger und Busse

Um mehr Sicherheit für die Fußgänger zu gewährleisten, erfasst die KI die Personen, die sich auf dem Zebrastreifen befinden, und sendet über ein Alarmsystem ein Lichtsignal an die Autofahrer. Dabei ist der durchschnittliche Abstand zwischen Fußgängern und Fahrzeugen ist eine wichtige Kennzahl. Die intelligente Beleuchtung hat eine geringe Latenz, um die Wahrnehmung zu verbessern.

Die Anzahl ein- oder aussteigender sowie wartender Busfahrgäste wird über intelligente Bushäuschen an die Mitarbeiter, die den öffentlichen Busverkehr verwalten, gesendet, um diesen Planung und Disposition zu erleichtern. Eine bestimmte Gütezahl signalisiert, dass ein Bus zu stark besetzt ist. Dies hilft, überfüllte Busse zu vermeiden, das Verkehrsnetz besser zu verwalten und das Fahrerlebnis der Bürger zu verbessern.

Im Einklang mit den Datenschutzanforderungen werden Bilder nicht gespeichert und verlassen zu keiner Zeit den Sensor. Die Stadt kann auf diese Weise die benötigte Bandbreite reduzieren, das System leicht über bestehende Netzwerke hinweg skalieren und die Strom- und Kommunikationskosten senken.

Implementierung

Ein Genius Smart Tip mit dem IMX500-Bildsensor von Sony
Ein Genius Smart Tip mit dem IMX500-Bildsensor von Sony
(Bild: Sony)

Zunächst wurde die KI darauf trainiert, verfügbare Parkplätze zu erkennen und die Zahl der Personen zu ermitteln, die an Bushaltestellen warten, in einen Bus ein- oder aussteigen oder eine Straße überqueren wollen. Dazu wurden Genius Smart Tips im Zentrum von Rom installiert. Jedes davon besteht aus zwei Sensoren, überwacht die umliegenden Straßen und sendet Echtzeitdaten an die cloudbasierte Softwareplattform des Partnerunternehmens Envision. Fahrer, die sich dem Bereich des freien Parkplatzes nähern, bekommen die Koordinaten in der App eingeblendet.

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