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eGovernment am Flughafen In einem Jahr mit dem ePass schneller durch die Grenzkontrolle

| Redakteur: Gerald Viola

Die europaweite Ausschreibung startet Anfang 2013. Bereits Ende des kommenden Jahres sollen Passagiere freiwillig an fünf deutschen Flughäfen vollautomatisch kontrolliert und dadurch schneller abgefertigt werden. Der Pilotversuch am Airport in Frankfurt war erfolgreich.

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EasyPASS – in einem Jahr schneller durch die Passkontrolle
EasyPASS – in einem Jahr schneller durch die Passkontrolle
(Quelle: BSI)

Mit dem System EasyPASS planen die Bundespolizei und das Bundesministerium des Innern gemeinsam den Ausbau von automatisierten Grenzkontrollen. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt am Flughafen Frankfurt am Main sollen nun rund hundert EasyPASS-Kontrollspuren (eGates) an den fünf passagierstärksten deutschen Flughäfen in Frankfurt am Main, München, Düsseldorf, Hamburg und Berlin aufgebaut werden.

Mit der deutschlandweiten Einführung von EasyPASS soll die Grenzkontrolle beschleunigt werden. Alle volljährigen Bürger der Europäischen Union, Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz, die einen elektronischen Reisepass besitzen, können die EasyPASS-Kontrollspuren ohne vorherige Registrierung nutzen. EasyPASS-Nutzer profitieren direkt von den zusätzlichen eGates für das automatisierte Kontrollverfahren, sodass auch für die übrigen Reisenden geringere Wartezeiten die Folge sind.

Bei der Grenzkontrolle mit EasyPASS werden die Identität des Reisenden und die Echtheit und Gültigkeit des Reisedokuments in automatisierten Prozessen überprüft. Zur Feststellung der Identität des Reisenden wird sein in der Kontrollspur aufgenommenes Gesichtsbild mit dem im Chip des Dokuments gespeicherten abgeglichen. Durch diese Automatisierung können Kontrollkräfte mehrere Vorgänge parallel betreuen, wobei die biometriebasierten Verfahren ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten.

Das ebenfalls in Frankfurt angebotene automatisierte Grenzkontrollverfahren ABG, ein nationales Registrierungsprogramm für Vielreisende (Registered Traveler Program, RTP), soll in das EasyPASS-Konzept integriert werden, sodass künftig ein eGate für alle automatisierten Kontrollverfahren genutzt werden kann.

„Die Zusammenführung von ABG und EasyPASS stellt sowohl aus technischer Sicht als auch für die Reisenden eine Vereinfachung dar, die darüber hinaus zur Kostensenkung beiträgt“, erklärte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich.

Statt wie bisher bei ABG die Iris-Biometrie des Nutzers vorab zu erheben und zentral zu speichern, soll der Nachfolger ´EasyPASS-RTP künftig nur die im Chip des elektronischen Reisedokuments bereits vorhandenen Daten für die Identitätsfeststellung verwenden.

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