FH Münster Impulse für ein digitales Steinfurt

Von Natalie Ziebolz

Anbieter zum Thema

Nicht nur schnöde Theorie: Studenten des Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Münster haben im Rahmen eines ihrer Kurse App-Prototypen entwickelt, die den Kreis Steinfurt bei der Digitalisierung unterstützen sollen. Die Ergebnisse wurden Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung vorgestellt.

Bei der Digitaliserung von Städten spielen auch Apps eine Rolle. Sie können zur Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen, aber auch zur Stärkung regionaler Unternehmen beitragen
Bei der Digitaliserung von Städten spielen auch Apps eine Rolle. Sie können zur Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen, aber auch zur Stärkung regionaler Unternehmen beitragen
(© THE YOOTH – stock.adobe.com)

Im Rahmen des Bachelormoduls „Grundlagen der Digitalen Transformation“ des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen des Münster Centrum für Interdisziplinarität (MCI) der FH Münster haben vier studentische Teams jeweils einen App-Prototypen entwickelt, der zur Digitalisierung des Kreises Steinfurt beitragen könnte. Zum Abschluss des Seminars wurden diese einer Jury, bestehend aus Vertretern der Kreisverwaltung, der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt, des Euregio Start-up Center sowie der NRW.Bank, vorgestellt. So sollten die Studierenden ein Gefühl dafür erhalten, wie sich Gründer bei einem Pitch vor möglichen Investoren fühlen.

„Das hier ist zwar nicht die ,Höhle der Löwen‘, aber vielleicht reift aus einem der Prototypen ein noch umzusetzendes Projekt“, erklärte Christian Holterhues, stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Steinfurt, den Anwesenden zur Begrüßung. Anschließend waren die Studierenden an der Reihe. Sie stellten folgende Projekte vor:

  • Die erste App hat den Klimaschutz im Blick. Sie soll Anwender mithilfe von Gamification-Aspekten dazu bringen „das Auto stehen zu lassen und im Alltag klimafreundlicher zu agieren“. Für klimafreundliches Verhalten werden dabei CO2-Punkte gesammelt, die anschließend bei regionalen Unternehmen eingelöst werden können.
  • Das zweite Projekt kommt Menschen mit körperlichen und sprachlichen Beeinträchtigungen zugute. Die App bietet unter anderem barrierefreie Wegbeschreibungen an und übersetzt diese auch in verschiedene Sprachen. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, Hürden für entsprechende Personengruppen zu fotografieren – und damit zur Inklusion aller beizutragen.
  • Das „Tinder für die Jobsuche“ richtet sich an regionale Unternehmen und Studierende. Wie bei der bekannten Dating-App legen beide Parteien ein Profil an – die Studierenden mit Lebenslauf und gewünschter Beschäftigungsart, die Unternehmen mit ihren Vakanzen. „Wenn beiden Seiten das Profil des anderen zusagt und sie sich gegenseitig ein Like dalassen, öffnet sich die Chatfunktion für den weiteren Austausch.“
  • Die vierte App soll Überkapazitäten von Dienstleistern abfangen und gleichzeitig dem schmalen Geldbeutel von Schülern und Studierenden zugute kommen. Sind am Ende des Tages in der Bäckerei Semmeln über oder hat der Friseur noch dringend Termine zu vergeben, können diese als Sonderangebote eingestellt werden. So ließen sich auch neue Kunden gewinnen.
Bildergalerie

Nach den Pitches konnte die Jury die Entwicklungen bewerten: Was hat überzeugt? Welche Optimierungsvorschläge gibt es zu jeweiligen Geschäftsmodellen? Besonders beeindruckt zeigten sich die Anwesenden dabei davon, was in der Kürze eines Seminar entstehen kann. „Die Wertschätzung der Jury, was den Einsatz und die Ergebnisse der Studierenden betrifft, ist das größte Kompliment für uns Lehrende. Die Studierenden brachten neuen Wind in die Überlegungen, welche Ansätze man in der Digitalisierungsstrategie vorantreiben möchte“, so Prof. Dr. Ralf Ziegenbein, Leiter des Seminars, abschließend.

(ID:48545490)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung der Verwaltung und Öffentlichen Sicherheit.

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung