Smart Home, Öffentlicher Sektor & Drohnen

Im Zeichen der Transformation

Seite: 3/4

Neue Computer-Architektur

Die Architektur aller heutigen Computer ist bereits über 60 Jahre alt. Schon heute sind sie nicht mehr in der Lage, das exponentielle Datenwachstum zu bedienen. Moderne Düsentriebwerke zum Beispiel haben tausende von Sensoren. Alleine die Triebwerke eines einzigen Herstellers können damit Zettabytes von Daten erzeugen. Zum Vergleich: ein Zettabyte war die Gesamtmenge der Daten auf der Erde im Jahr 2010. Um diese Begrenzungen zu überwinden, hat HPE in seinem Forschungsprogramm „The Machine“ eine radikal neue Computer-Architektur entwickelt, mit der sich die Rechenleistung viele tausend Mal steigern lässt, während gleichzeitig der Energiebedarf drastisch sinkt. Der Kern dieser Architektur ist nicht mehr der Prozessor, sondern der Arbeitsspeicher, daher der Name Memory-Driven Computing. Der erste Prototyp dieser Architektur wurde vor Kurzem in Betrieb genommen. Auf der Cebit zeigt HPE (Halle 4, Stand A04) das Kernstück dieses Prototyps, das so genannte Nodeboard, in einem eigenen Ausstellungsbereich. Dort werden auch Anwendungsbeispiele zu sehen sein.

CeBIT 2017
Bildergalerie mit 63 Bildern

Mit fünf Schauspielern tritt ERP-Spezialist Abas auf der Cebit in Halle 5, Stand A20 an. Sie sollen zeigen, wie sich die Nutzung neuer Werkzeuge auf die Arbeit in mittelständischen Unternehmen auswirkt. Dazu schlüpfen sie in die Rolle eines Managers, einer Disponentin, eines Service-Technikers oder einer Kundin. In einer Mischung aus Ironie und einfacher, verständlicher Sprache erläutern sie, wie sich ihre tägliche Arbeit durch die Nutzung neuer Werkzeuge verändert hat. Die Themen reichen von vorausschauender Wartung („Predictive Maintenance“) über Echtzeit-Monitoring der Mitarbeiterleistung bis hin zu intelligenten Freigabeprozessen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

All-IP treibt UC

Der Unified-Communications-Markt wächst weltweit: Einer aktuellen Untersuchung der Unternehmensberatung Credence Research zufolge werden die Umsätze mit UCC-Anwendungen bis zum Jahr 2022 auf rund 106 Milliarden US-Dollar steigen. Eine Schlüsselrolle sollen neue Angebote aus dem Bereich „Unified Communication as a Service“ (UCaaS) spielen, zumal die Umstellung auf All-IP dem Markt einen weiteren Schub geben könnte.

Alcatel-Lucent Enterprise (Halle 12, Stand E32) zeigt sein „Network on Demand“ für die nutzungsbasierte Implementierung von Netzinfrastrukturen und „Rainbow“, das mit seiner offenen Architektur und Standard-APIs die einfache Einrichtung einer Kommunikationsplattform „as a Service“ (CPaaS) ermöglicht. Vorgestellt werden außerdem die Premium Deskphones der neuen S-Serie sowie mobile Campuslösungen, die speziell für die Mobilitäts- und IoT-Anforderungen vernetzter Unternehmen entwickelt wurden.

Der IP-Telefonie-Spezialist Innovaphone (Halle 12, Stand D14) zeigt auf einem Gemeinschaftsstand mit den Firmen Aseko, Byon, Estos, Jabra, Jtel und TE-Systems, wie man Apps in die IP-Telefonie und die UC-Lösungen der Sindelfinger einbauen kann.

Cloud-TK-Anbieter Placetel (Halle 12, Stand D13) präsentiert neben seiner Cloud-Telefonanlage auch die Unified-Communications-Lösung UC-One. Bei dieser steht die einfache Bedienung auf allen Endgeräten im Fokus – ob PC, Laptop, Tablet oder Smartphone.

Der Cebit-Auftritt von Auerswald (Halle 12, Stand D24) steht im Zeichen von All-IP. Schwerpunkt der Messepräsentation sind zwei neue ITK-Systeme aus der Compact-Familie sowie ein neues Türsprechsystem, das sich am analogen Nebenanschluss jeder Telefonanlage betreiben lassen soll.

Zubehör-Spezialist Logitech will mit dem neu entwickelten SmartDock im UC-Umfeld punkten. Die Konsole soll die Arbeit mit Skype for Business „revolutionieren“. Das SmartDock verfügt über HDMI-, USB- sowie einen Gigabit-Ethernet-Zugang, über die zum Beispiel Kameras angeschlossen werden können, und ist für die Zusammenarbeit mit dem Surface Pro 4 optimiert. Ein Bewegungsmelder schaltet das System automatisch an, sobald jemand den Raum betritt. Wer sich das ansehen und es ausprobieren möchte, ist in Halle 12, Stand E24 richtig. Eben dort stellt Polycom am Skype-for-Business-Stand von Microsoft (Halle 12, Stand E24) die neueste Version seiner Eagle-Eye-Director Kamera vor. Diese lokalisiert den Redner im Raum und nutzt simultane Stimmentriangulation und Gesichtsfindung, um den Redner ins rechte Licht zu rücken.

Ebenfalls in Halle 12 ist Devolo zu finden. Am Stand E50 zeigt der Anbieter unter anderem ein neues Tool im Werkzeugkasten seines Connectivity Centers. Mit Hilfe des WiFi-Planners kann nun eine WLAN-Ausleuchtung für 2,4-GHZ- und 5-GHz-Netze erstellt werden. Mittels des jeweiligen Gebäudegrundrisses werden Fenster, Türen und auch Baumaterialien berücksichtigt. Der Smart-Home-Spezialist EQ-3 zeigt in einem Demo-Haus die neuen Erweiterungen seiner Homematic-IP-Reihe. Eine zentrale Rolle spielt dort die Lichtsteuerung. Und auch Alexa darf nicht fehlen. Eine Steuerung über die Sprachassistentin ist ebenfalls dort in Halle 12, Stand B47 live zu sehen.

(ID:44590708)

Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien