eLearning

Im virtuellen Operationssaal für den Patienten üben

| Autor / Redakteur: Jürgen Sprenzinger / Manfred Klein

Die eLearning-Branche kann auf ein zweistelliges Umsatzwachstum zurückblicken – und dies bereits seit drei Jahren. Im Jahr 2013 betrug es 13,5 Prozent und führte zu einem Branchenumsatz von insgesamt 600 Millionen Euro. Die Folge davon ist, dass sich der positive Trend bei der Umsatzentwicklung auch auf dem Arbeitsmarkt für eLearning-Kräfte niederschlägt. Insgesamt waren im Jahr 2013 etwa 9.000 Beschäftigte in der eLearning-Branche tätig. Die Zahl der Festangestellten stieg dabei um sechs Prozent – bei den Freelancern sogar auf knapp 16 Prozent.

In Verbindung mit den sozialen Medien gehören moderne Lerntechnologien heute zunehmend zum Alltag – daraus resultiert eine breite Palette an zielgruppenspezifischen Lösungen. Da viele dieser Technologien oftmals Teil des Arbeitsalltags von Mitarbeitern sind, sind die Grenzen zwischen Lern- und Arbeitsprozessen häufig fließend.

Das bedeutet: Arbeitsprozess, Wissensmanagement, Kommunikation und Weiterbildung verschmelzen zunehmend – womit Fragen wie „Medienkompetenz“ oder „Selbstmotivation“ stärker in den Vordergrund rücken, aber auch die Bereitschaft und die Fähigkeit, in eigenständiger Regie zu lernen.

Wie steht die Politik zu eLearning?

Bereits Kinder und Jugendliche sollen bereits im Schulalter an das eLearning herangeführt werden. Kultusstaats­sekretär Bernd Sibler äußerte sich zu diesem Thema dahingehend, dass er Schülerinnen und Schülern zu einem verantwortungsvollen und kompetenten Umgang mit dem Internet vorbereiten und und es gleichzeitig für das Lehren und Lernen optimaler nutzen möchte.

Deshalb hat das Bayerische Kultusministerium bereits im Jahr 2002 über 100 Medienpädagogisch-informationstechnische Beratungslehrkräfte (MiBs) ausgebildet, die als Multiplikatoren die Lehrkräfte vor Ort bei der Medienbildung unterstützen sollen. Auch das Projekt „Referenzschule für Medienbildung“ wurde ins Leben gerufen: 150 Schulen entwickeln dabei ein maßgeschneidertes Konzept, um Medienbildung entsprechend den Bedürfnissen vor Ort bestmöglich zu gestalten.

„Diese Referenzschulen bringen Lehrerinnen und Lehrer weiterer Schulen als Multiplikatoren auf den Weg. Im Schneeballsystem werden wir so sukzessive die Medienkompetenz an bayerischen Schulen weiter fördern“, so Bernd Sibler.

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