Brandenburg

Im Mittelpunkt steht der Wirtschaftsstandort

03.11.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Im Innenministerium will man mit möglichst einfachen Prozessen die Wirtschaft entlasten
Im Innenministerium will man mit möglichst einfachen Prozessen die Wirtschaft entlasten

Erkenntnisse zum Bürokratieabbau

Einige der noch 2006 im QuickScan erhobenen Informationspflichten wurden in der Studie bereits nicht mehr berücksichtigt, da eine Informationspflicht entfallen war oder der Prozesse in die Zuständigkeit des Bundes übergegangen war.

Durch den Wegfall dieser Informationspflichten wurde die Bürokratiebelastung der Unternehmen deutlich reduziert und die Verwaltung deutlich entlastet, da dementsprechend weniger Vorgänge bearbeitet werden müssen. Diese Erkenntnisse sind Hinweis dafür, dass ein QuickScan von Gesetzen und Verordnungen des Landes Brandenburg regelmäßig durchgeführt werden sollte.

Darüber hinaus hat sich in Brandenburg gezeigt, dass die Prozessketten im Einzelnen noch stärker dahin gehend zu prüfen sind, ob auf bestimmte Angaben verzichtet werden kann, wie beispielsweise Angaben zur Versicherung bei der Fördermittelabgabe. Insgesamt kommt man in Brandenburg bei der Optimierung von Prozessketten zu dem Schluss: „Es besteht zwar die Möglichkeit, durch IT die Verarbeitung von IPF zu erleichtern; dennoch zieht die Erhebung in der Praxis häufig noch eine manuelle Bearbeitung nach sich. Nicht zuletzt können durch die IT IPF insgesamt leichter abgewickelt werden, was jedoch dazu führen könnte, nicht über Fragen des Bürokratieabbaus im Sinne der Abschaffung von Prozessteilen und Einzelangaben nachzudenken. Deshalb kommt es im Besonderen darauf an, über den Zweck und die beabsichtigte gesellschaftliche Wirkung einer IPF nachzudenken und daran orientiert eine elektronische Lösung vorzuschlagen. Auch ist nicht für alle Prozessketten eine elektronische oder gar automatisierte Abwicklung sinnvoll und wünschenswert. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass um eine Prozesskette herum eine ganze Reihe informeller Kommunikationsbeziehungen existieren, von denen aber wesentlich die Qualität und Effektivität der Kooperation zwischen Verwaltung und Unternehmen abhängt.“ Die Verantwortlichen kommen zu dem Schluss, dass zur Erhebung dieser Kommunikationsbeziehungen weitere Forschungsarbeit notwendig sei. Insbesondere sei es erforderlich, empirische Erhebungen und Analysen vorzunehmen.

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Aufbau der Prozesskettenstudie

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