Wettbewerb: Deutschland – Land der Ideen

Ideen für die Gesundheitsversorgung von morgen

| Redakteur: Manfred Klein

Ideen für die Gesundheitsversorgung von morgen gesucht
Ideen für die Gesundheitsversorgung von morgen gesucht (Bild: Deutschland – Land der Ideen)

Telemedizin liegt nach Ansicht der Deutschen Bank, nationaler Förderer der Initiative Deutschland – Land der Ideen im Trend. Dies bewiesen die zahlreichen Preisträger aus diesem Bereich, die im Zuge des Wettbewerbs Stadt, Land, Netz: Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen ausgezeichnet wurden.

Vor allem im Bereich kardiologischer Erkrankungen sehen Experten viel Potenzial für digitale Lösungen. Wie diese aussehen können, zeigen Preisträger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“.

„Vor allem bei Herzerkrankungen können digitale Technologien im Alltag entlasten“, sagt Dr. Nils Reiss, Oberarzt an der Schüchtermann-Klinik in Bad Rothenfelde: „Lösungen wie Telemonitoring bieten großes Potenzial für Patienten mit kardiologischen Erkrankungen – und diese nehmen aufgrund der alternden Gesellschaft kontinuierlich zu.“

Digitale Nachsorge

Reiss hat zusammen mit dem Team des niedersächsischen Krankenhauses eine moderne Telemonitoring-Lösung für Menschen mit Kunstherz entwickelt. „Viele unserer Patienten leben auf dem Land. Für die postoperative Nachbehandlung müssten sie alle drei Monate in die Klinik kommen. Diesen Aufwand können wir ihnen ersparen“, sagt Reiss.

Die behandelnden Mediziner überwachen online Blutdruck, Pulsrhythmus und Herzfrequenz, während der Patient zu Hause am Ergometer trainiert. So können Komplikationen wie Thrombose frühzeitig erkannt werden.

Weil die Klinik damit eine Lösung für den Ärztemangel im ländlichen Raum bietet, war sie im vergangenen Jahr unter den Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“.

Online Blutwerte kontrollieren

Das Forschungsinstitut Laser- und Medizintechnologie Berlin ist ebenfalls ein „Ausgezeichneter Ort“. Die Wissenschaftler haben hier eine Möglichkeit zur mobilen Therapiekontrolle entwickelt.

Dabei misst ein Sensor den Wassergehalt der Haut von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Diese Werte werden via Internet automatisch an den behandelnden Arzt weitergeleitet. Beobachtet dieser einen Anstieg des Wassers im Blut – ein Zeichen für mangelnde Herzleistung – kann er schnell handeln.

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