IT-Wissen – Schlüsselqualifikation auch in öffentlichen Einrichtungen

IDC-Studie belegt hohen IT-Schulungsbedarf in der Verwaltung

02.02.2010 | Autor / Redakteur: Maren Lesche, Silke Rehlaender / Gerald Viola

Über 80 Prozent aller deutschen Unternehmen setzten heute Computer und Internet im Unternehmen ein
Über 80 Prozent aller deutschen Unternehmen setzten heute Computer und Internet im Unternehmen ein

In wenigen Monaten soll es soweit sein: Im Frühjahr 2010 wird mit der nationalen eGovernment-Strategie ein „gemeinsames Dach für ein föderales eGovernment in Deutschland“ geschaffen werden. Bund, Länder und Kommunen sollen das deutsche eGovernment bis 2020 an die Weltspitze bringen. Ein ambitioniertes Ziel, ist doch Deutschland im aktuellen eGovernment-Readiness-Index der Vereinten Nationen von 2008 gerade von Platz 11 auf Platz 22 abgerutscht.

Aber es sind nicht nur die technologischen Voraussetzungen, welche den Umstieg auf IT-gestützte Verwaltung erfolgreich machen. Ein ganz wesentlicher Faktor bei der Transformation der Behörden sind die Mitarbeiter und ihre Fähigkeit, mit den neuen Technologien umzugehen. Denn mit rund 4,58 Millionen Mitarbeitern ist der Öffentliche Dienst Deutschlands größter Arbeitgeber. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und struktureller Veränderungen stehen die Verwaltungen vor großen Herausforderungen.

Denn bereits heute sind laut der Studie „Demografieorientierte Personalpolitik in der Öffentlichen Verwaltung“ der Robert Bosch Stiftung allein mehr als ein Drittel der Mitarbeiter beim Bund über 50 Jahre alt. Bis 2020 wird ihr Anteil auf 42 Prozent steigen. Nur wenige von ihnen sind mit der Informationstechnologie groß geworden, die heute an nahezu jedem Arbeitsplatz in der Verwaltung ein fester Bestandteil ist.

Ein wichtiges Ziel von Bund und Ländern im Rahmen der Nationalen eGovernment-Strategie ist daher der Kompetenztransfer, damit die Verwaltung und ihre Mitarbeiter ausreichend auf die Herausforderungen und Aufgaben im eGovernment vorbereitet sind, „um höchste Ansprüche von Bürgerinnen, Bürgern und Wirtschaft zu erfüllen“.

Ein IT-Planungsrat wird die Gründung einer internen Wissensplattform durch Bund, Länder und Kommunen koordinieren und das Schulungsangebot für Mitarbeiter in den einzelnen eGovernment-Feldern ausbauen. Ein wichtiger Baustein wird dabei die Vermittlung von IT-Wissen sein, um die neuen Technologien optimal anwenden zu können.

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Die Ergebnisse der IDC-Studie

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