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Durchwachsene Prognose zu IT-Ausgaben von Unternehmenskunden IDC prophezeit sinkende Dynamik bei IT-Investitionen

| Redakteur: Katrin Hofmann

Der IDC-Studie »Der IT-Markt in Deutschland nach Branchen, 2007-2012« zufolge ist davon auszugehen, dass die IT-Investitionen noch im Verlauf dieses Jahres an Schwung verlieren. In einzelnen Branchen sei aber dennoch mit Wachstum zu rechnen.

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Geld für IT soll nicht mehr so leicht fließen.
Geld für IT soll nicht mehr so leicht fließen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der deutsche IT-Markt könnte zumindestens vorübergehend in eine leichte Flaute geraten, mutmaßen die Analysten von IDC. Mit verantwortlich zeichnen den Marktforschern zufolge die sich seit Jahresbeginn verschlechternden Rahmenbedingungen. Zwar lasse der starke Produktionsanstieg im ersten Quartal die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nochmals expandieren, das zweite Halbjahr werde jedoch deutlich schlechter ausfallen. Mehrten sich doch die Anzeichen dafür, dass die Konjunktur an Fahrt verliert, was sich auch negativ auf den IT-Markt auswirken soll.

Auf Kundenseite trübe sich die Lage besonders für das Kredit- und Versicherungsgewerbe und die Industrie ein. Nach wie vor Impulse seien dagegen vom Gesundheitswesen und den Energieversorgern zu erwarten.

Besonders steche die öffentliche Verwaltung hervor, in der die IT-Aufwendungen »spürbar« zulegen sollen, glaubt der IDC-Analyst Joachim Benner. In den kommenden Jahren seien in diesem Bereich Wachstumsraten von deutlich über sieben Prozent zu erwarten. Ursachlich dafür seien unter anderem stark steigende Steuereinnahmen und die angestrebte Modernisierung der Verwaltung. Ein zentrales Thema der Behörden identifiziert IDC den Ausbau von eGovernment-Angeboten, mit denen eine medienbruchfreie automatisierte Geschäftsabwicklung auch über kommunale Grenzen hinweg ermöglicht wird.

Die dennoch zu erwartende Schwächephase bei den Ausgaben für Hard-, Software- und IT-Services insgesamt werde langfristig nicht anhalten, so die gute Nachricht. In den kommenden Jahren rechnen die Analysten mit einer Erholung des Marktes. Mit Anziehen der gesamtwirtschaftlichen Produktion werde auch die IT wieder etwas mehr Fahrt aufnehmen. Dann könnten auch Branchen wie das Kredit- und Versicherungsgewerbe wieder stärker in ihre IT investieren. Alles in allem rechnet IDC bis 2012 mit einem jahresdurchschnittlichen Anstieg der IT-Ausgaben der Unternehmen um 4,4 Prozent.

(ID:2014885)