Vertraulichkeit und Transparenz bei eGovernment

Hybride Kommunikation soll digitale Spaltung verhindern

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Verdrängung klassischer Kommunikationsmedien

Von den Befragten, die eine vollständige Verdrängung der herkömmlichen Kommunikationsmittel prognostizieren, geht über die Hälfte davon aus, dass die Verdrängung aufgrund „objektiver Vorteile“ stattfinden wird.

Zu diesen objektiven Vorteilen digitaler Kommunikationsmittel zählen die Befragten in erster Linie die „Zeit und Kosteneinsparpotenziale“, die „ständige Verfügbarkeit“ sowie „einfachere Bedienung“ sowohl auf der Seite der Verwaltung als auch aufseiten des Nutzers. Besonders stark vertreten wird die These von der vollständigen Verdrängung auf Bundesebene. Die übrigen Befragten nennen einerseits die „aktuelle Veränderung der Kommunikationskultur“, also die Zunahme von eMails und gesetzlichen Regelungen in diesem Bereich, als Ursache für den Medienwandel (17 Prozent) oder rechnen mit einer „generationenbedingten Verdrängung“ (9 Prozent), die allerdings erst in einigen Jahrzehnten abgeschlossen sein werde. Besonders die Befragten auf kommunaler Ebene sagen für die Zukunft eine Koexistenz beider Kommunikationsformen voraus.

Gut die Hälfte der Studienteilnehmer (51 Prozent) geht jedoch nicht davon aus, dass die herkömmlichen Kommunikationsmittel mittelfristig vollständig durch digitale Medien ersetzt werden.

Dabei glauben 17 Prozent, dass eine Umstellung aufgrund der digitalen Spaltung der Gesellschaft nicht möglich sein wird. Ein Viertel (25 Prozent) prognostiziert, dass es „immer Menschen, Gelegenheiten, Bereiche oder Gegenden geben wird, die herkömmliche Kommunikationsmittel brauchen“ oder den internetbasierenden vorziehen werden. Hier sprachen sich vor allem die befragten Vertreter der Landesebene für den Papierbrief als unverzichtbares Medium aus.

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