Server-Virtualisierung Höhere Rechnerauslastung spart Strom und schont den Geldbeutel

Autor / Redakteur: Sven Mulder / Gerald Viola

Verwaltungsmodernisierung und eGovernment erfordern neue Architekturkonzepte für Rechenzentren im Öffentlichen Sektor. Wichtigste Merkmale sind ein dynamischer Aufbau sowie konsolidierte, weitgehend virtualisierte Ressourcen.

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IT-Verantwortliche im Öffentlichen Sektor kämpfen mit denselben Herausforderungen wie Unternehmen. Ihr Rechenzentrum ist über Jahre mit einer starren und unflexiblen Struktur gewachsen. Es entstand eine heterogene Landschaft mit unterschiedlichsten Geräten. Die Systeme beanspruchen Platz, verbrauchen Energie, produzieren Abwärme und sind häufig nicht ausgelastet.

Dennoch müssen insbesondere die Server 24 Stunden am Tag mit Strom versorgt werden. Diese Art von IT-Infrastruktur hat nicht nur eine kostenintensive Wartung, sondern auch einen hohen Verwaltungsaufwand zur Folge.

Abhilfe kann die Server-Virtualisierung schaffen. Hiermit lassen sich Ressourcen zentral und damit effizienter verwalten. Zudem kann die IT-Infrastruktur wesentlich schneller und flexibler an neue inhaltliche Anforderungen einzelner Fachbereiche angepasst werden. Die Nachfrage nach Virtualisierungslösungen wächst daher stetig.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Server-Virtualisierung ermöglicht es, Hardware besser auszulasten und die Systemverwaltung zu vereinfachen. Statt vieler Rechner betreiben Behörden wenige große Computersysteme. Ein positiver Nebeneffekt: Weniger Server-Hardware und moderne Servertechnologien bedeuten auch einen geringeren Stromverbrauch, was zusätzlich hilft, die Betriebskosten der IT zu senken.

Server-Virtualisierung erhöht Systemverfügbarkeit

Virtualisierungstechnologie erlaubt es, Prozessoren, Festplatten und Arbeitsspeicher eines Computers mehreren virtuellen Computern zur Verfügung zu stellen. In den virtuellen Maschinen lassen sich voneinander unabhängige Softwarekonfigurationen einrichten, die sich eine physikalische Hardware teilen. Dies führt zu einer höheren Auslastung der Server, was wiederum die Anzahl der Systeme reduziert. Schließlich gilt: Je kleiner die Serveranzahl, desto geringer sind Zeit- und Kostenaufwand für die Wartung.

Die durchschnittliche Auslastung von heterogenen IT-Infrastrukturen mit mehreren Systemen liegt nach Untersuchungsergebnissen zwischen zehn und dreißig Prozent und ist somit nicht wirklich effizient. Server-Virtualisierung hilft, diesen Überschuss an Ressourcen aufzuteilen und damit dynamisch den Grad der Systemauslastung zu erhöhen.

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Grüner Nebeneffekt: Weniger Stromverbrauch

Eine höhere Systemauslastung ist das eine, ein geringerer Stromverbrauch das andere. Je besser die Hardware ausgelastet ist, desto höher das Einsparpotenzial für Behörden und Organisationen: Lassen sich beispielsweise 15 Computer durch vier virtualisierte, leistungsstarke Rechner ersetzen, sind diese nicht nur besser ausgelastet, sondern benötigen weniger Platz und Kühlung. All dies wirkt sich positiv auf den Energieverbrauch und damit auch auf die Stromrechnung aus.

Der richtige Server für eine virtualisierte Infrastruktur

IT-Verantwortlichen im Öffentlichen Sektor, die ihre Rechenzentren in puncto Leistung, Verfügbarkeit, Kosten und Energieeffizienz mittels Virtualisierung optimieren wollen, stehen hochmoderne Server-Technologien zur Verfügung. Anbieter wie Fujitsu Technology Solutions decken mit ihrem Portfolio an Blade-, Rack- und Allround-Systemen die unterschiedlichen Infrastrukturanforderungen ab.

Diese erfüllen strenge Kriterien hinsichtlich Energieeffizienz. Die Basis für virtualisierte, dynamische Infrastrukturen bilden x86-Server – insbesondere Blade-Server. Gemeinsame Komponenten wie Gehäuse, Netzteile, Lüfter und Konsolenanschlüsse erhöhen die Effektivität der Hardwarenutzung und senken den Energieverbrauch. Neue Servergenerationen wie der Primergy BX 900 sind präzise auf die Anforderungen in virtualisierten Umgebungen abgestimmt.

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So stellt das Blade-System eine vollständige Server-Infrastruktur innerhalb eines einzigen Chassis bereit. Ein neu entwickeltes Stromversorgungs- und Lüftungskonzept hilft Energiekosten, im Vergleich zu älteren Rack-Servern, um bis zu 1.500 Euro pro Jahr und Chassis zu senken.

Neben der Hardware spielt das Server-Management eine wichtige Rolle. Aufgrund zunehmender Virtualisierung und dem Trend zu Cloud Computing wird die Verwaltung und Bereitstellung von Server-Ressourcen immer komplexer. Die Herausforderung liegt in der Integration des Virtualisierungsmanagements und hardwarebasierenden Überwachung des Herstellers.

Auch hier hat der Markt bereits Antwort: So gibt es leistungsstarke Tools wie den Resource Coordinator VE (von Fujitsu), mit dem Organisationen ihre gesamten Server-Ressourcen einheitlich und effizient verwalten können. Dadurch lassen sich Prozesse straffen und Kosteneinsparungen für den Betrieb von Rechenzentren erzielen.

Fazit und Ausblick

Virtualisierung wird sich auch im Öffentlichen Sektor weiter durchsetzen, denn: Eine fortschrittliche Verwaltung und eGovernment brauchen eine hocheffiziente IT. Mit Server-Virtualisierung können Behörden die Hardware-Infrastruktur optimal konsolidieren, das Management der Server zentralisieren, die Flexibilität erhöhen und Rechner effizienter nutzen. Dies reduziert zudem deutlich den Energieverbrauch sowie den Kühlungsbedarf in Rechenzentren. Dadurch sparen sie nicht nur massiv Kosten, sondern agieren ökologisch verantwortungsbewusst.

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