Universität Duisburg-Essen

Höhere Flexibilität durch Desktop-Virtualisierung

| Autor / Redakteur: Stefanie Schönberger / Susanne Ehneß

Mehr Flexibilität im Uni-Alltag

Unter Zuhilfenahme der Desktop-Virtualisierungslösung kann das IT-Team heute allen Statusgruppen der Fakultät für Biologie die Hard- und Softwareressourcen unabhängig von Ort, Zeit und individueller technischer Ausstattung bereitstellen. Mit nur wenigen Mausklicks haben Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studierende jetzt Zugriff auf alle virtuellen Desktops, Anwendungen und Online-Services. Das gibt ihnen den Freiraum ihre Arbeit flexibel zu gestalten, alle Programme zu nutzen oder auf dem Betriebssystem ihrer Wahl zu arbeiten.

Die IT-Umgebung läuft heute sehr viel schneller und zuverlässiger. Zudem lassen sich einzelne Serveranwendungen, wissenschaftliches Rechnen oder Simulationen durch eine leistungsfähige Serverstruktur schneller realisieren. Das Lizenzmanagement konnte verschlankt und die Verfügbarkeit von Anwendungen erhöht werden.

Außerdem hat sich der Administrationsaufwand deutlich verringert und gleichzeitig die Sicherheit der Daten und Anwendungen erhöht. Die Zentralisierung der IT schafft zudem mehr Transparenz und Kontrolle für die Administratoren und gibt ihnen die Möglichkeit, die VMs genau für spezielle Anforderungen von Arbeitsgruppen anzupassen.

Ein weiterer positiver Effekt: Ältere Hardware, die im Modernisierungsprozess aussortiert wurde, wurde zu Zero Clients umgebaut. Studenten, die kein eigenes oder nur ein leistungsschwaches Endgerät besitzen, können sich diese Clients kostenfrei ausleihen und für ihre wissenschaftliche Arbeit nutzen.

„Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Dank VMware haben wir nicht nur das für uns richtige Produkte gefunden, sondern es geschafft, unser IT-System einfacher und effizienter zu gestalten. Das wirkt sich spürbar auf die Performance aus“, so Kreft. „Das Potential der Virtualisierung in der IT-Infrastruktur der Fakultät für Biologie würde ich bei rund 80 Prozent sehen.“

Die im CViS kooperierenden IT-Teams der Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften, Biologie und der Abteilung Bauwissenschaften unterstützen mittlerweile auch andere Fakultäten und Einrichtungen der UDE beim Einsatz von virtuellen Systemen.

Der nächste Schritt: Eine intelligente Ressourcennutzung

Noch ist die Umgestaltung der IT an der Fakultät für Biologie und im Bereich des CViS nicht abgeschlossen. In regelmäßigen Treffen des Kompetenz-Clusters wird auch mit Kollegen des Zentrums für Informations- und Mediendienste (ZIM) der UDE diskutiert, wie sich das Potenzial der IT noch besser für Forschung und Studium nutzen lässt.

Für 2017 steht für André Kreft und sein Team die Orchestrierung der Serverlandschaft auf dem Plan: „Unser Ziel ist es, freie Ressourcen noch besser zu nutzen. Die Kapazitäten, die tagsüber für die Virtualisierung der Desktops benötigt werden, sollen zu Schwachlastzeiten heruntergefahren und für rechenintensive Prozesse freigegeben werden. Dafür soll ein Queing-System, eine Art Warteschlange, eingeführt werden. Sind ausreichend Kapazitäten frei, werden Jobs aus der Warteschlange automatisch gerechnet. Ein Plus für Effektivität und intelligente Ressourcennutzung“, fasst Kreft die nächsten Schritte abschließend zusammen.

Ebenso soll über die Bereitstellung von NVIDIA-P100-Grafikkarten mittels remote CUDA (rCUDA) das GPU-Computing ausgeweitet werden. Darüber hinaus wird die Nutzerfreundlichkeit durch die Einführung von AppVolumes mit einem selbstentwickelten SelfCare-Portal zur eigenständigen Softwareverwaltung (bis hin zur individuellen Softwareinstallation durch die Nutzer) erheblich gesteigert. Zu der Möglichkeit „Bring your own device“ tritt dann die Option „manage the software on your VM“.

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