Universität Duisburg-Essen

Höhere Flexibilität durch Desktop-Virtualisierung

| Autor / Redakteur: Stefanie Schönberger / Susanne Ehneß

(Bild: Uni Duisburg-Essen)

Mit der Einführung virtualisierter Desktops und der Zentralisierung der IT konnten die IT-Verantwortlichen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, der Fakultät für Biologie, sowie der Abt. Bauwissenschaften (Fakultät für Ingenieurwissenschaften) der Universität Duisburg-Essen (UDE) ihren Administrationsaufwand reduzieren.

Die Universität Duisburg-Essen entstand 2003 aus der Fusion zweier eigenständiger Universitäten. Sie gehört mit rund 45.000 Studenten zu einer der größten Universitäten in Deutschland. Das international ausgerichtete Fächerspektrum zieht Studierende aus 130 Nationen ins Herzen der Rhein-Ruhr-Metropolregion. Unter dem Motto „Offen im Denken“ widmet sich die Hochschule nicht nur der Forschung und Lehre, sondern auch ihrer IT-Landschaft. Drei Fakultäten kooperieren mittlerweile im Bereich Desktop-Virtualisierung und haben das Kompetenz-Cluster Virtual Systems, kurz „CViS“, gegründet, um Synergieeffekte zu schaffen und durch den Zugewinn an Wissen und Technologien vorhandene Potenziale in Forschung und Lehre innovativer zu nutzen.

„Mit klassischer Turnschuhadministration war es nicht mehr zu schaffen“

Die Anforderungen an eine moderne Hochschul-IT sind fächerübergreifend vielfach ähnlich. Die IT-Teams der einzelnen Fakultäten sind dafür verantwortlich, dass Rechner und Peripherie-Geräte wie Drucker und Scanner funktionieren und dass Studierende sowie Lehrende und WissenschaftlerInnen Zugang zu den benötigten Computing-Ressourcen haben. „Mit klassischer Turnschuhadministration war es nicht mehr zu schaffen, die gesamte IT auf Trab zu halten, vor allem, wenn man die Vielzahl an Betriebssystemen (Windows, Linux, MacOS, Android) und das wichtige Thema ‚Bring your own device‘ an einer Hochschule mit rund 45.000 Studierenden im Blick hat. Wir brauchten also einen neuen Ansatz in der Bereitstellung von IT-Ressourcen. Es war an der Zeit die IT-Architektur zu verschlanken, Ressourcen besser zu nutzen und den Studierenden, Lehrenden und WissenschaftlerInnen die notwendige Flexibilität und Mobilität zu geben, die sie für ihre Arbeit benötigen“, erläutert André Kreft, CIO und Geschäftsführer Dekanat der Fakultät für Biologie.

„Wir hatten großes Glück, dass es an der eigenen Universität im IT-Service-Center der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bereits eine außerordentlich gute und langjährige Expertise in der Bereitstellung von virtuellen Desktops gab – hier werden schon seit 2009 bis zu 400 virtuelle Maschinen (VM) für die softwaregestützte Lehre bereitgestellt. Die Zusammenarbeit mit dem Team von Dirk Schwarze war gleichzeitig die Keimzelle des CViS, dem mittlerweile auch die Abteilung Bauwissenschaften angehört“, so Kreft weiter.

Weniger Administrationsaufwand – mehr Vorteile für Enduser

Mit der Unterstützung des IT-Service-Centers und dem Einsatz von VMware Horizon konnten die IT-Verantwortlichen der Fakultät für Biologie ihr ehrgeiziges Ziel erreichen: einen geringeren Administrationsaufwand bei gleichzeitig deutlich mehr Vorteilen für die Anwender.

In einem ersten Schritt wurde 2012 der Computerpool für Studierende virtualisiert und dazu FatClients, also Einzelplatz-PCs, durch Zero Clients ersetzt. Der Administrationsaufwand für den Pool verringerte sich dadurch um rund 60 Prozent. Da die VMs auch von zuhause oder von unterwegs aus erreicht werden können, haben die Studierenden seither unabhängig von Ort und Zeit einen zuverlässigen Zugriff auf ihre (wissenschaftlichen) Daten und eine Vielzahl von Programmen. Von einfachen Office-Anwendungen bis zu Spezial-Anwendungen steht den Nutzern eine breite Software-Palette für Lehre und Studium zur Verfügung. Gleichzeitig konnte mit Hilfe der Virtualisierung der Desktops ermöglicht werden, auch private Endgeräte – ob Tablet, Notebook oder Smartphone – in die neue IT-Umgebung mit einzubeziehen. Das gibt Anwendern ein optimales Maß an Flexibilität und Mobilität.

Aufgrund der positiven Erfahrungen bei dem ersten Modernisierungsschritt, hat das IT-Team um André Kreft in den darauf folgenden Jahren auch zahlreiche Mitarbeiterarbeitsplätze sowie Seminar-, Besprechungs- und Praktikumsräume der Fakultät auf virtuelle Desktops umgestellt. Jeder Raum wurde zweckmäßig ausgestattet – nicht nur mit der notwendigen Hardware sondern auch mit der entsprechend virtuellen Lösung.

2016 stand für das IT-Team die Optimierung der VDI-Umgebung für das wissenschaftliche Rechnen im Fokus. Die neuen Hardware-Ressourcen sind nun dafür ausgelegt, selbst Spezialanwendungen über eine virtuelle Maschine zuverlässig und stabil zur Verfügung zu stellen – sei es für grafikintensive Bilds- oder Videoanalysen oder Berechnungen und Darstellungen im Bereich Molekulardynamik. Hier kommen vielfach virtuelle Linux-Systeme zum Einsatz. Ein besonders interessanter Anwendungsfall stellt hier das CUDA-gestützte GPU-Computing mit direktem Zugriff auf die K2-Grafikkarten dar.

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