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eGovernment in Sachsen-Anhalt Hochwasser legt Justizbehörden lahm

Redakteur: Susanne Ehneß

Das Hochwasser hat in Sachsen-Anhalt die Rechenzentren erreicht. Den Justizbehörden des Landes wird das Arbeiten dadurch extrem erschwert. Die Papierakten des Grundbucharchivs, das direkt an der Elbe untergebracht ist, werden zur Stunde in Sicherheit gebracht.

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Die Elbe bei Wittenberg beim Hochwasser 2005
Die Elbe bei Wittenberg beim Hochwasser 2005
(Bild: M.Bier/ Bilddatenbank Sachsen-Anhalt)

Das Hochwasser hat die Computer der Justiz in Sachsen-Anhalt lahmgelegt. Wie Justizministerin Angela Kolb (SPD) mitteilte, können die Behörden derzeit weder eMails empfangen noch auf das elektronische Grundbuch oder das elektronische Handelsregister zugreifen. Das zuständige Rechenzentrum liegt direkt an der Elbe.

Auch die Papierakten sind gefährdet. Wie die Justizministerin erklärte, wird derzeit ein Containergebäude des Grundbucharchivs Barby komplett geräumt. Um diesen Kraftakt zu bewerkstelligen, werden zusätzlich mehr als 50 Gefangene aus dem offenen Vollzug eingesetzt. Die Akten werden in der Justizvollzugsanstalt zwischengelagert.

Das Grundbucharchiv verwahrt rund eine Million der zu DDR-Zeiten geschlossenen Grundbücher und Grundakten des Landes Sachsen-Anhalt. Außerdem lagern dort die abgeschlossenen Strafverfahrensakten der Gerichte und Staatsanwaltschaften der ehemaligen DDR für das Land Sachsen-Anhalt.

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