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Bundesministerium für Inneres in Österreich Hochverfügbarkeit für die innere Sicherheit

Autor / Redakteur: Georg von der Howen / Gerald Viola

Von der Alpinpolizei bis zum Zivilschutz fallen insgesamt 40 Aufgabenbereiche in die Zuständigkeit des österreichischen Bundesministerium für Inneres – kurz auch Innenministerium oder BM.I genannt. Um die Kommunikationsinfrastruktur der Behörde kümmert sich das Referat IV/8/b unter der Leitung von Reinhard Schwab, dem dort auch die Netzwerke und Leitzentralentechnik unterstehen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Zusammenlegung der beiden Wachkörper Bundessicherheitswache und Bundesgendarmerie, im Jahr 2004 (TEAM04) galt es für das BM.I einerseits, diese Einheiten organisatorisch zu integrieren, andererseits mussten auch bislang separat geplante Netzwerke, Rechenzentren und Serverinfrastrukturen zusammengeführt werden.

„Heute haben wir die verschiedenen Netzwerke zwar schon lange zusammengeschlossen, doch zwischenzeitlich sind sowohl im Netzwerk als auch in den Rechenzentren zahlreiche Komponenten in die Jahre gekommen“, erläutert der Referatsleiter Reinhard Schwab. „Daher haben wir 2008 damit begonnen, über eine komplette Neuorganisation unserer zentralen IT-Landschaft für die rund 31.000 Personen der Sicherheitsverwaltung und Exekutive nachzudenken.“

Mit Virtualisierung und iSCSI in die Zukunft

Ziel der Planungen war es zunächst, für die Rechenzentren der Polizei und der Sicherheitsverwaltung in acht Bundesländern sowie für zwei Standorte in Wien eine einheitliche Server- und Netzwerkarchitektur zu finden. Dazu plante das BM.I einen Großteil der Server mit Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 zu virtualisieren, um so die Zahl der physikalischen Maschinen nochmals zu reduzieren. Zudem sollten neue NAS-Systeme an jedem Standort zentrale Speicherressourcen zur Verfügung stellen und über iSCSI kostengünstig mit den physikalischen und virtuellen Servern verbunden werden.

„Die moderne Betriebssystem- und Serverlandschaft sowie die Umstellung von Direct Attached Storage auf iSCSI hat natürlich auch Auswirkungen auf unser Netzwerk“, erklärt Schwab. „Daher mussten wir im Rahmen dieses Projekts auch unsere LAN-Infrastruktur überdenken, damit sie den neuen Anforderungen an Verfügbarkeit, Durchsatz, Stabilität und einfacher Administration weiterhin gerecht wird.“ Das Re-Design der Rechenzentrumsnetze bot dem BM.I zudem die Möglichkeit, die restlichen Altlasten aus der TEAM04-Zusammenlegung zu beseitigen sowie veraltete Komponenten durch moderne Geräte zu ersetzen.

Auf der Suche nach einem passenden Lieferanten für die neuen Netzwerkkomponenten definierte das BM.I zusammen mit dem langjährigen Systempartner NextiraOne zunächst die wichtigsten Auswahlkriterien. „Zu den entscheidenden Auswahlkriterien für Netzwerkkomponenten gehören für mich hohe Verfügbarkeit und Stabilität, Performance, Energieeffizienz sowie eine einfache Wartung und eine nutzerfreundliche Bedienung für das technische Personal“, erklärt Reinhard Schwab.

„Zudem wollten wir einen Lieferanten als Partner haben, der uns eine Perspektive für seine Produkte bietet. Dazu zählt vor allem, dass die Lebenszyklen der Produkte lang genug sind.“

Nach der Evaluation unterschiedlicher Lösungen verschiedener Hersteller entschied sich das BM.I schließlich für die Netzwerkkomponenten von Extreme Networks. Neben den Vorzügen der Produkte kam dem Innenministerium auch zugute, dass für den Hersteller bereits ein Lieferantenvertrag bei der Bundesbeschaffung GmbH bestand, auf den das BM.I zugreifen konnte.

„Extreme Networks hat uns und das BM.I in vergangenen Projekten immer sehr flexibel mit seiner Sales- und Presales-Mannschaft unterstützt“, ergänzt Martin Bitzinger, Key Account Manager bei NextiraOne in Wien. „Mit den Extreme-Produkten bekommt das BM.I ein einheitliches und stabiles Betriebssystem für alle Netzwerkkomponenten und kann zudem bereits vorhandenes Wissen der Techniker ohne Reibungsverluste mit den neuen Komponenten nutzen.“

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