Datenbanken mit fehlertoleranten Servern abgesichert

Hochverfügbarkeit bei den Wasserwerken Düsseldorf

| Redakteur: Gerald Viola

„Wir sind bei der Verfügbarkeit wirklich gut aufgestellt“

Diese Systeme verfügen über eine komplett redundante Hardware in einer physischen Maschine. Die betriebswichtigen Komponenten – CPU, RAM, I/O-Einheit und Festplatten – sind doppelt vorhanden und arbeiten im Betrieb völlig synchron. Sollte an einer Komponente eine Störung auftreten, so führt die jeweilige Partnerkomponente die laufenden Operationen ohne jede Unterbrechung weiter. Es entstehen in diesem Fall weder Datenverluste noch ist ein Neustart der Anwendungen erforderlich. Auch der Austausch eines Bauteils kann im laufenden Betrieb erfolgen, anschließend synchronisiert sich das System automatisch. Im Störungsfall ist also keinerlei Eingriff seitens eines Administrators erforderlich.

Demgegenüber erfordern Cluster-Systeme, neben der komplexeren Implementierung, insbesondere einen größeren Aufwand für die Administration. „Wir haben uns Cluster-Systeme auch angeschaut, aber nicht lange“, erklärt Heiko Jepp, Gruppenleiter im Bereich Wassertechnik bei den Stadtwerken Düsseldorf. Es war schnell klar, dass das keine akzeptable Lösung gewesen wäre.“

Für die ftServer sprach außerdem, dass sie keine Anpassungen in der Anwendungssoftware benötigen, da sich die redundanten Komponenten wie ein einziges System verhalten, während Applikationen in Cluster-Umgebungen in der Regel angepasst werden müssen. Die Wasserwerke konnten also die Prozessdaten-Software von Wonderware ohne Änderungen weiter verwenden.

„Dass wir bei einem ftServer anders als im Cluster immer auch nur eine Lizenz benötigen, ist ein sehr angenehmer Effekt der Hochverfügbarkeit“, erläutert Jepp.

„Die höheren Anschaffungskosten eines fehlertoleranten Systems werden dadurch wieder ausgeglichen, sodass beide Alternativen unter Kostenaspekten gleichauf liegen. Insofern war für uns letztlich die höhere Verfügbarkeit und die einfache Administration ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten der ftServer.“

Ab Sommer 2011 wurde in zwei Wasserwerken der Düsseldorfer Stadtwerke jeweils ein Stratus-ftServer installiert. Auf diesen Systemen werden die Datenbanken der Prozessdaten betrieben, die die Daten im Versorgungsgebiet entgegennehmen und speichern. Ein dritter Stratus-ftServer ersetzte den zentralen Domänencontroller. Die SCADA-Anwendungen selber laufen weiter auf nicht redundanten Windows-Clients.

Die drei ftServer haben sich seit dem Start des Produktivbetriebs im Herbst 2011 bestens bewährt. Dass bei einem fehlertoleranten System keine Ausfälle zu verzeichnen waren, ist eigentlich schon keiner Erwähnung mehr wert, wichtiger ist vielleicht ein anderer Aspekt, auf den Jepp hinweist:

„Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man sich um die Datenhaltung keine Sorgen mehr machen muss. Wir sind seither bei der Verfügbarkeit wirklich gut aufgestellt.“ Dr. Rainer Doh

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