Spamfilter an der FH Kaiserslautern

Hochschulreife Leistung

| Autor / Redakteur: Stefan Cink, Net at Work / Susanne Ehneß

9.000 Postfächer von Studenten, Professoren und Verwaltungsmitarbeiter müssen an der FH Kaiserlautern weitgehend spamfrei gehalten werden
9.000 Postfächer von Studenten, Professoren und Verwaltungsmitarbeiter müssen an der FH Kaiserlautern weitgehend spamfrei gehalten werden (Bild: apops - Fotolia.com)

Die Erkennungsrate ist nur eines von vielen Kriterien, die über die Qualität einer Anti-Spam-Lösung entscheiden. Ähnlich schwer wiegen je nach Szenario die Zahl der False Positives, der Preis oder, wie bei der Fachhochschule Kaiserslautern, die Integrationsoptionen der Lösung.

Um einen reibungslosen Informationsaustausch in Forschung und Lehre sicherzustellen, nutzt die Fachhochschule (FH) Kaiserslautern schon seit Jahren zentral gemanagte Spamfilter, die die über 9.000 Postfächer der Studenten, Professoren und Verwaltungsmitarbeiter weitgehend spamfrei halten. Lange Zeit setzte das IT-Team dabei auf die Kombination aus der Linux-basierten Open-Source-Lösung „ClamAV“ und dem Open-Source-Filter „SpamAssassin“.

Als 2012 aber mehrere Spamwellen mit neuartigen, professionell gestalteten Phishing-Mails über die Postfächer der Hochschule schwappten, stieß die Lösung an ihre Grenzen. Die Erkennungsraten fielen ab, eine Reihe fingierter Bank-Nachrichten wurde zugestellt.

Nachdem das Problem auch nach einer Anpassung der Filterregeln bestehen blieb, sondierte Administrator Markus Helfrich den Markt und wurde über ein Exchange-Forum auf „NoSpamProxy“ aufmerksam: „Der Ansatz, Spam bereits während der Übertragung zu stoppen, sah schon auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus. Zumal für uns als Bildungseinrichtung, die auf lückenlose Rechtssicherheit angewiesen ist und bei 180.000 monatlich eingehenden eMails auch die Archivressourcen gut einteilen muss. Hinzu kommt, dass die Lösung sehr gut zu unserer vorhandenen Exchange-Architektur passte – das versprach eine reibungslose Integration.“

Synchronisation

Nach einer kurzen Testphase entschied sich die FH, „NoSpam-Proxy“ als neuen Spamfilter einzusetzen. Die gemeinsam mit den Experten von Net at Work durchgeführte Installation verlief unproblematisch. Das Mail Gateway wurde redundant auf zwei virtuellen Maschinen in der bestehenden Vmware-ESX-Umgebung der FH installiert und war auf Anhieb einsatzbereit. Auch der Import der Benutzerkonten ging zügig vonstatten, die Benutzer-Accounts ließen sich auf Knopfdruck aus dem vorhandenen Active Directory importieren.

Damit die Benutzerdatenbank von „NoSpamProxy“ durchgehend aktuell bleibt, werden die AD- und Anti-Spam-User alle zwei Stunden abgeglichen und synchronisiert. Gerade in den hektischen Wochen rund um den Semesterwechsel bedeutet die automatische Aktualisierung für die FH eine nachhaltige Arbeitserleichterung und hilft, Fehler beim manuellen Einpflegen der Benutzerdaten zu vermeiden. Um eine zuverlässige Spam-Erkennung zu garantieren, kombiniert die Lösung einen breiten Mix von in Reihe geschalteten Filtern, die vom Benutzer granular gewichtet werden können.

„Wir starteten mit der Default-Filter-Gewichtung in den Echtbetrieb, und die Ausgangskonfiguration erwies sich als äußerst alltagstauglich“, berichtet Helfrich. „In den Folgemonaten haben wir die Performance der Lösung aber sehr genau überwacht und die Filtereinstellungen auf der Basis des Monitorings kontinuierlich an unsere konkreten Anforderungen angepasst.“ Die Erkennungsrate liege nun bei 99,5 Prozent. False Positives gebe es so gut wie keine.

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