Schwerpunkt Gesundheitskommunikation

Hochschule Fulda nutzt Potenzial von Serious Games

| Autor: Ira Zahorsky

Am Royal Berkshire Hospital in Reading, England, wird die Kinect bereits zur Reha eingesetzt.
Am Royal Berkshire Hospital in Reading, England, wird die Kinect bereits zur Reha eingesetzt. (Bild: Microsoft)

Die Digitalisierung ist im Gesundheitswesen auf dem Vormarsch. So werden inzwischen auch spielerische Ansätze zur Prävention und Rehabilitation genutzt. Die Hochschule Fulda erweitert im Studiengang Gesundheitsförderung den Schwerpunkt Gesundheitskommunikation um dieses Thema.

So genannte Serious Games, also Computer- oder Konsolenspiele, die über den reinen Unterhaltungswert hinausgehen, kommen auch im Gesundheitsbereich immer öfter zur Gesundheitserhaltung oder therapiebegleitend zum Einsatz. Sie fördern beispielsweise

  • die Hand-Auge-Koordination,
  • Geschicklichkeit,
  • Konzentration und
  • Aufmerksamkeit.

Die Studierenden der Hochschule Fulda können künftig ein breites Angebot an digitalen Medien zur Vermittlung von Gesundheitskompetenz nutzen. Die Hochschule hat den Studiengang Gesundheitsförderung um neueste Ansätze der Gesundheitskommunikation erweitert. „Wir sollten die Kanäle nutzen, die im Lebensalltag der Menschen eine Rolle spielen“, sagt Prof. Dr. Kevin Dadaczynski, der zur Gesundheitskommunikation in und mit digitalen Medien an der Hochschule Fulda lehrt und forscht.

Auch die Auseinandersetzung mit Entertainment-Spielen und die Frage, inwieweit diese neben den oft kritisierten negativen Auswirkungen auch positive gesundheitliche Effekte haben können, steht jetzt auf der Agenda. Diese Spiele können beispielsweise die Nutzer zu mehr körperlicher Aktivität veranlassen. „Interessant wird es dann, wenn Menschen befähigt werden, das, was sie im Spiel lernen, in ihr tatsächliches Leben zu übertragen“, erläutert Prof. Dadaczynski.

Gesundheitswissenschaftliches und kommunikatives Know-how

Mit der Vernetzung von gesundheitswissenschaftlichem und kommunikativem Know-how sollen die Studierenden lernen, wirksame, zielgruppengerechte Ansätze der Gesundheitsförderung und Prävention zu entwickeln. Dass diesbezüglich großer Handlungsbedarf besteht, hatte im Februar dieses Jahres der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz deutlich gemacht. Er fordert unter anderem Gesundheitsinformationen nutzerfreundlicher zu gestalten und die Digitalisierung intensiver zu nutzen. Viele Menschen benötigten Unterstützung bei der Suche nach Informationen und deren Einschätzung. Der Einsatz audiovisueller Medien könne die Rezeption und die Vermittlung von Gesundheitsinformationen merklich verbessern, digitale Anwendungen könnten Alltagshilfe leisten und das Selbstmanagement von Patientinnen und Patienten unterstützen.

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