Digitale Barrierefreiheit Hochschule Bremen entwickelt Modul

Redakteur: Manfred Klein

Beim eGovernment kommt es ganz offensichtlich nicht auf Größe an. Denn das kleine Bundesland Bremen ist erneut dabei, einen wichtigen Beitrag in einem eGovernment-Projekt zu leisten. Die Rede ist eGov-Campus des IT-Planungsrates. Denn die Hochschule Bremen hat nun die Entwicklung des Moduls Digitale Barrierefreiheit übernommen.

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Bildung mit digitalen Inhalten braucht Barrierefreiheit
Bildung mit digitalen Inhalten braucht Barrierefreiheit
(© Rawf8 – stock.adobe.com)

Der eGov-Campus wird federführend vom Land Hessen in Kooperation mit der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) in Frankfurt a.M. durchgeführt. Die Kurse sollen werden in Form von MOOCs (Massive Open Online Courses) und Blended-Learning-Szenarien angeboten und können dann in die Lehre und Curricula der Universitäten, Hochschulen und Fortbildungsangebote unmittelbar eingebunden werden. Sie stehen zudem kostenfrei zur Verfügung. Das Institut für digitale Teilhabe der Hochschule Bremen hat nun den Zuschlag für das Modul „Digitale Barrierefreiheit – Teilhabe für alle“ erhalten.

Entscheidend daran: Das Projekt eGov-Campus des IT-Planungsrates zielt zwar hauptsächlich darauf ab, elektronische Bildungsangebote auf Hochschulniveau rund um die Themen eGovernment und Verwaltungsinformatik, die sowohl für Bachelor- und Master-Studiengänge als auch für die Fort- und Weiterbildung geeignet sind, anzubieten, die einzelnen Module könnten jedoch durchaus auch Folgewirkungen für die Digitalisierung von Forschung und Lehre haben. Dazu zählt nicht zuletzt das Modul Digitale Barrierefreiheit.

Nicht nur weil das Thema unter anderem auch von der EU-Kommission vorangetrieben wird, sondern auch – wie die Erfahrungen der Corona-Krise gezeigt haben – weil barrierefreie digitale Schulungsangebote für alle Bildungseinrichtungen von zentraler Bedeutung sind.

Das Lehrmodul soll nun von Prof. Dr. Benjamin Tannert, Fakultät Elektrotechnik und Informatik, und den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts bis zum Frühjahr 2022 entwickelt werden. Die Kosten für die Entwicklung des Moduls trägt der IT-Planungsrat.

Die Entscheidung über die Vergabe der Lehrmodule des eGov-Campus hat der unabhängige Beirat des Projekts – der sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praxisvertreterinnen und -vertretern der Verwaltungen und der IT-Dienstleister zusammensetzt – getroffen. Laut Angabe der Hochschule Bremen wird derzeit bereits an weiteren Modulen unter anderem von den Universitäten Speyer, München, Saarbrücken, Frankfurt, Friedrichshafen, Konstanz, Lübeck und den Hochschulen Berlin, Harz und Meißen und dem Hasso-Plattner-Institut in Potsdam gearbeitet.

Die Leiter des Bremer Instituts, Prof. Dr. Benjamin und Prof. h.c. Henning Lühr, freuen sich über den Erfolg. Benjamin Tannert: „Unser Institut hat damit den Sprung in die erste Liga der Verwaltungsinformatik geschafft!“ Henning Lühr ergänzt: „eGoverment made in Bremen – Bremen ist ein guter Standort für Innovation, Digitalisierung und Barrierefreiheit.“ mk

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