Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik

Hochleistungs-Speicher für die Rechenkünstler

11.06.2009 | Redakteur: Gerald Viola

Das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) gehört zu Deutschlands führenden Forschungszentren für angewandte Informatik
Das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) gehört zu Deutschlands führenden Forschungszentren für angewandte Informatik

Der Speicherbedarf im Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) wächst exponentiell. Im Vordergrund steht dort beim praktischen Einsatz die höchstmögliche Zugriffsgeschwindigkeit – eine Anforderung, welche die Arrays von LSI Logic am besten erfüllen.

Im Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) dreht sich alles um Zahlen. 250 Mitarbeiter arbeiten hier an Problemen der anwendungsorientierten algorithmischen Mathematik und praktischen Informatik. „Das Institut befasst sich zum Beispiel mit der Optimierung von Mobilfunknetzen oder mit mathematischen Lösungen für die Frage, wie man möglichst viele Funktionen auf einer kleinen Chipfläche unterbringen kann“, erklärt Wolfgang Pyszkalski, seit 1996 Leiter der Abteilung IT-Services im ZIB.

Außerdem bietet die Einrichtung Hochleistungsrechnerkapazität für externe und interne Nutzer als Dienstleistung an, etwa für strömungstechnische Simulationen oder das Molekulardesign. Diese Aufgaben erfordern große Mengen schnellen und hochleistungsfähigen Speichers.

Bis 2003 arbeitete das ZIB mit direkt an die Sun-Server angebundenen Speichersystemen. „Dann erkannten wir, dass die nötigen Kapazitäten steil nach oben schossen. Deshalb entschlossen wir uns zum Umstieg auf ein Fibre Channel SAN“, berichtet Pyszkalski. Seine zehn Mitarbeiter starke Abteilung ist für die IT-Infrastruktur im ZIB zuständig und gehört zu dem von Professor Dr. Reinefeld geleiteten Bereich Computer Science

2003, als wieder einmal die Speicheranforderungen stiegen, entschloss sich das ZIB für ein Paket aus geclusterten, hochverfügbaren Sun-Servern, einem FC-Switch von Qlogic und Speicher-Arrays. Das war der Einstieg in die vernetzte Speichertechnik. 2004 erfolgte eine weitere Speichererweiterung, 2005 schließlich entschied sich das ZIB zum ersten Mal für LSI-Arrays.

Inzwischen haben sich die Erwartungen hinsichtlich des sprunghaft anwachsenden Speichervolumens voll bestätigt: Während das Institut 2003 fünf TByte verwaltete, waren es 2004 schon 17 TByte, 2005 37 TByte, 2006 132 TByte und im vergangenen Jahr 442 TByte. Für 2008 sind mehr als 600 TByte angepeilt. Der Anstieg hat einsichtige Gründe. Zum einen entwickelt das ZIB hochleistungsfähige Visualisierungsanwendungen, andererseits müssen große Datenmengen als Zwischenschritte in Ketten von aufwendigen Berechnungen gespeichert werden.

Weitere Kapazitäten beansprucht der Norddeutsche Hochleistungsrechner „HLRN II“, der 2008 installiert wurde. „Hier lautete die Anforderung, mindestens 150 TByte so zur Verfügung zu stellen, dass beim Schreiben 2 GByte/s sichtbar sind. Gleichzeitig sollten die neuen Speichersysteme für den Hochleistungsrechner in das SAN eingebunden und zentral verwaltet werden.

Weitere Speicherkapazitäten waren für den D-Grid-Projektverbund erforderlich, einem vom BMBF geförderten deutschlandweiten Rechnerverbund für daten- und rechenintensive Forschungsaufgaben. Hierfür mussten weitere 350 TByte Kapazität bereitgestellt werden. Daher wuchs die bisherige vernetzte Speicherlandschaft Anfang 2007 um insgesamt vier LSI-Logic-Arrays 6540 und drei 6140-Systeme an. Dass die Wahl nicht auf Systeme anderer Hersteller fiel, sondern das ZIB weiter mit LSI Logic und Sun zusammenarbeitete, hatte nicht nur mit alten Gewohnheiten zu tun.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Prioritäten die Verantwortlichen setzten

 

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