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Hochleistungsrechner HLRS Stuttgart bekommt neuen Supercomputer

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Das Hochleistungszentrum der Universität Stuttgart bekommt einen neuen Supercomputer. Das vom Hersteller Hewlett Packard Enterprise gebaute Modell soll 3,5-mal schneller sein als sein Vorgänger.

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Im HLRS der Universität Stuttgart wird künftig ein neuer Supercomputer stehen.
Im HLRS der Universität Stuttgart wird künftig ein neuer Supercomputer stehen.
(Bild: Boris Lehner/ HLRS)

Das Hochleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) und Hewlett Packard Enterprise (HPE) werden künftig kooperieren, um einen Supercomputer zu bauen. Wie das HLRS am Dienstag mitteilte, soll er 3,5-mal schneller sein als der derzeit an dem Zentrum der Universität betriebene Großrechner „Hazel Hen“ und somit der weltweit schnellste Supercomputer für die industrielle Produktion sein. Das System soll die Computertechnik und Forschung in Wissenschaft und Industrie unterstützen, um Anwendungen in den Bereichen Energie, Klima, Mobilität und Gesundheit voranzutreiben.

Der Bau von „Hawk“ – wie die Partner den Supercomputer genannt haben – werde voraussichtlich 38 Millionen Euro kosten, heißt es in einer Mitteilung. Die Hälfte dieser Mittel werde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und die andere Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereitgestellt. Die Finanzierung erfolge unter der Schirmherrschaft des Gaußschen Zentrums für Supercomputing (GCS), dem Zusammenschluss der drei nationalen Supercomputing-Zentren Deutschlands.

Bewältigung großer Probleme

Insbesondere die Anwendergemeinschaft aus der akademischen Forschung und Industrie werde von dem neuen Supercomputer profitieren, sagt HLRS-Direktor Prof. Dr. Michael M. Resch. Es sei damit möglich, wesentlich komplexere Simulationen durchzuführen. Mit „Hawk“ sollen neue Arten wissenschaftlicher Untersuchung durchgeführt werden, die für die Bewältigung einiger der größten Probleme als Gesellschaft unerlässlich sind, so Theresia Bauer, Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg. „Um unsere Wissenschaft und Wirtschaft im internationalen Wettbewerb an der Spitze zu halten, investieren wir kräftig in eine erstklassige IT-Infrastruktur für High-Performance-Computing“.

Zusätzlich zum Bau des Supercomputers haben HLRS und HPE eine vierjährige Zusammenarbeit beschlossen, die sich auf Benutzeranwendungen, technischen Support, Datenanalyse und Machine Learning konzentrieren soll.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Industry of Things.

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